Freitag, 07. Juli 2017, 23:18 Uhr

Das hier sind die Tops und Flops der Berliner Fashion Week

Welche Muster und Schnitte sind gefragt, welcher Stil setzt sich durch und was für eine Farbe ist eher schwierig? Dazu gab es auf der Berliner Fashion Week wieder jede Menge Anregungen. Und Tops und Flops sieht man auch abseits der Laufstege. Nach vier Tagen voller Schauen, Messen und Events endet der Modetrubel in Berlin. Eine Bilanz in Tops und Flops.

TOPS

– Die Söckchenfrage: Socken in Sandalen? Das, was lange modische Todsünde war, ist plötzlich laufstegtauglich: Socken in Sandalen. Allerdings geht es dabei um schicke Highheels und möglichst auch geschmackvolle Söckchen.

Wichtige Voraussetzung, um den Trend mitzumachen: sehr schöne Beine. Vorgemacht hatte den Trend übrigens US-Supermodel Kendall Jenner bei den Filmfestspielen in Cannes.

– Safari: Khaki-Töne, Pflanzenprints, hochgeschnittene Hosen, gebundene Taillengürtel, luftige Blusen und natürlich Safarihüte – etwa bei Marc Cain und Riani erinnerten einige Entwürfe für den nächsten Sommer an einen Urlaub in der Wüste.Dazu gibt es auch ein neues Trend-Tier: Auf mehreren Taschen, Kleidern und Blusen war ein Tiger zu sehen.

– Blumen: Florale Drucke waren fast überall zu sehen – gern auch ausgefallen mit exotischen Blüten in Knallfarben. In einigen Schauen trugen die Models große Stoffblumen, etwa angenäht auf der Schulter, als Kette um den Hals oder auf einem Gürteln. Bei Marc Cain lagen echte Hortensien in Täschchen.

– Shorts: Passend zum Safari-Trend darf Frau wieder Shorts tragen – am besten luftig geschnitten und mit Taschen. Dazu passt beispielsweise eine Bluse mit einem gebundenen Gürtel um die Taille. Und auch Männer dürfen Bein zeigen. Guido Maria Kretschmer schickte seine Male-Models in weißen Shorts und Jackett auf den Laufsteg. Und: Der Designer erzählte der Deutschen Presse-Agentur, dass er Shorts – richtig kombiniert – durchaus bürotauglich findet.

– Weiße weite Hosen: Etliche Frauen im Publikum trugen zu den Schauen und Partys sommerliche weiße Hosen. Prominentes Beispiel: Model Rebecca Mir. Sie kombinierte zu ihrer locker geschnittenen Hose eine schwarze, transparente Spitzenbluse.

– Stella McCartney: Die Designerin kam ganz entspannt als Schirmherrin des Nachwuchswettbewerbs „Designer for Tomorrow“ zur Modewoche.

Wie jeder andere Gast spazierte die Tochter von Paul McCartney zu ihrem Platz – wo sie allerdings von der Fotografenschar erwartet wurde. Auch in Interviews gab sie sich nahbar und humorvoll – und machte sich einmalmehr für Nachhaltigkeit in der Mode stark.

FLOPS

– Badelatschen: Gerade bei den Schuhen ist vieles möglich, was bislang verpönt war. Aber Badelatschen sind in den allermeisten Fällen schwierig. Auch mehrere Gäste kamen in den Latschen. Für die einen passt das in den unkonventionellen Berliner Stil, für andere ist es ein No-Go.

Eine modische Variante wählte Kostümbildnerin Aino Laberenz: Sie trug zu einem ganz schlichten schwarz-weißen Outfit glänzende rotblaue Schuhe, die zumindest an Badelatschen erinnerten.

– Heikles Korallenrot: Es gab einzelne Teile auf dem Laufsteg – und auch mehrere Gäste trugen Blusen und Kleider in den hellgrellen Rottönen. Doch die Farbe ist heikel, sie steht nur wenigen. Viele sehen leider darin viel blasser aus als sie sind.

– Drängeln und Schnappen: Manche Gäste vergessen bei Geschenken und Gratis-Essen ihr gutes Benehmen. Beim Schlangestehen für Currywurst und Co wird geschubst und vorgedrängelt. Einige Besucher stibitzen anderen Tütchen mit Werbegeschenken von den Sitzen.

– Dürre Models: Zuletzt waren immer wieder auch Kurven auf den Laufstegen zu sehen, doch diesmal sahen viele Models wieder sehr dünn aus.