Sonntag, 09. Juli 2017, 15:26 Uhr

Chris Evans ist voller "großartiger Melancholie"

„Captain America“-Star Chris Evans spielt sie Hauptrolle in dem Melodram „Begabt – Die Gleichung meines Lebens“, das am kommenden Donnerstag in den deutschen Kinos startet.

Chris Evans ist voller "großartiger Melancholie"
Foto: 20th Century Fox

Darin geht es um den alleinstehende Frank Adler (Chris Evans), der die Vaterrolle für seine aufgeweckte und hochbegabte kleine Nichte Mary (Mckenna Grace) übernommen hat. Frank setzt alles daran, ihr ein normales Leben zu ermöglichen, doch ihr mathematische Talent bleibt nicht unbemerkt, und so taucht eines Tages Franks gebieterische Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) wieder auf…

Als der 36-Jährige das Drehbuch zum ersten Mal las, mochte er besonders die Dialoge, „die Musik der Worte, den Austausch, die Erwiderung“ – und die Geschichte. „Ich mag Charakterstücke, die sich mit Familiendramen beschäftigen, denn sie sind so nachvollziehbar“, sagt er. „Dies, und sehr intelligente Leute, die miteinander in klugen Dialogen rumflachsen. So etwas ist für einen Schauspieler einfach sehr reizvoll“.

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Gemeinsam mit Regisseur Marc Webb entwickelte er den Charakterdes Vaters. „Frank ist ein komplizierter Typ“, sagt Evans. „Er hat sehr viele Schuldgefühle, was aber schwer darzustellen ist, da sie unter der Oberfläche rumoren. Man kann also nicht mit offenen Karten spielen – und er ist ohnehin ein emotional sehr verschlossener Bursche“.

Der Regisseur ist des Lobes voll über seinen Darsteller: „Die Leute verwechseln Chris oft mit Captain America, diesen netten, superamerikanischen Jungen, und das ist er auch. Aber man spürt hinter diesem Image eine weitere Dimension, eine Melancholie, die ich großartig finde und die er bisher auf der Leinwand noch nicht recht zur Geltung bringen konnte. Er ist unglaublich talentiert und sehr witzig.“

Chris Evans ist voller "großartiger Melancholie"
Chris Evans mit Mckenna Grace. Foto: 20th Century Fox

„Sehr viele Darsteller waren an ‚Gifted‘ („Begabt – Die Gleichung eines Lebens“) interessiert, doch Chris’ Leidenschaft war einzigartig“, so Webb weiter. „Ich erinnere mich an das Treffen mit ihm und dass ich ihm sagte: ‚Wir machen einen kleinen Film’. Ich war gespannt, ob er damit zufrieden sein würde und ich war auch nervös, weil ich ihn in der Rolle haben wollte. Doch innerhalb von 30 Sekunden sagte er mir, dass er den Film liebe und wir ihn machen sollten. Er wurde schnell zu einem Verbündeten, zu einem wunderbaren, kreativen Mitstreiter und während dieses Prozesses auch zu einem guten Freund“.

Auch Produzentin Karen Lunder findet, dass Evans „eine sehr überraschende Darstellung“ gibt: „Es hat etwas, wenn er die Frank-Rolle etwas unordentlicher anlegt, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. In jeder Filmszene trägt Frank etwas mit sich herum –Wut, Schuld, Verbitterung, Angst und Liebe. Und von jenem Moment an, in dem man ihn mit Mary sieht, beginnt man, ohne zu wissen, wie das Ganze ausgeht, für die beiden das Beste zu hoffen“.

Chris Evans ist voller "großartiger Melancholie"
Evans mit Regisseur Marc Webb. Foto: 20th Century Fox