Sonntag, 09. Juli 2017, 19:20 Uhr

Micaela Schäfer und Djamila Rowe: "Da bekommt man Komplexe"

Für ihren neuen Erotikkalender 2018, der ganz unter dem Motto „Foodporn“ entstand, hat sich die nackte Kanone Micaela Schäfer tatkräftige Unterstützung in Form einer Handvoll Webcam-Girls sowie Ich-Darstellerin Djamila Rowe geholt.

Micaela Schäfer und Djamila Rowe

Foto: Karsten Schröder

„Mica“, wie sie liebevoll von Freunden genannt wird, plauderte gemeinsam mit Djamila Rowe frisch und munter über die ganz normalen Dinge des Lebens. klatsch-tratsch.de-Erotik-Expertin Geraldine traf die Damen am Rande des Shootings.

Mein Lieblingsmotiv bei dir Mica war der dunkle Pony mit den langen Haaren und bei dir Djamila, das Motiv mit der Weißwurst. Welches war eures?
Djamila: Dieses Motiv war sehr anstrengend für mich, ich wusste gar nicht, dass man in den Kniescheiben auch Krämpfe bekommen kann. Ich hatte tatsächlich Krämpfe in meinen Kniescheiben. So etwas hatte ich noch nie (lacht). Aber das Motiv fand ich auch sehr lustig.
Mica: Wenn ich ehrlich bin, ich habe keine Ahnung mehr. Ich bin so erledigt, da ich seit 4:00 Uhr morgens auf den Beinen bin. Ich bin so froh, dass ich so ein tolles Team habe, dass alles für mich erledigt und auch auch weiß, wann welches Motiv war. Ich mochte das Motiv mit dem dunklen Bob und dem Pony. Seit den Perücken bereue ich, dass ich meine Haare abgeschnitten habe (lacht).

Micaela Schäfer und Djamila Rowe: "Da bekommt man Komplexe"
(v.l.n.r Djamila Rowe, Jackie Valentine, Julijana Raudis, Micaela Schäfer, Lulu Gun, Roxxy X (Foto: Karsten Schröder)

Wie stehst du zum Thema „Schönheits OP´s“ und zum Thema „Schönheit“ überhaupt?
Djamila: Schönheits OP’s gehören zu meinem Leben. Wenn man einmal damit anfängt, findet man immer wieder etwas Neues, was man verbessern möchte. Das ist wie eine große Baustelle, wo immer etwas was gemeiselt, gestrafft oder untermauert werden könnte.
Micaela: Ich stehe dazu obwohl ich weiß, dass das in Deutschland besser ein Tabu-Thema und auch sehr negativ belastet ist. Ich werde oft mit Kritik überzogen, weil ich meine Eingriffe zu 99% medial begleiten lasse. Deshalb weiß auch jeder, was gerade „neu“ an mir ist. Frauen haben sehr oft ein Problem mit mir.

Ich finde man steht als Frau heutzutage unter einem enormen Druck, immer top auszusehen. Dazu noch Kinder und Job. Doch der Körper macht das einfach ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr mit, rein oberflächlich gesehen. Du hast trotz deines Alters (54) sehr selbstbewusst neben den ganzen jungen Erotikmodels posiert. Wie war das für dich?
Djamila: Das sieht man an mir. Der Bauch und der Hintern ist leider noch nicht gemacht, aber das ist mein nächstes Projekt. Mein Traum wäre Fett am Bauch abzusaugen und es am Hintern reinzubringen.

Micaela Schäfer und Djamila Rowe: "Da bekommt man Komplexe"
Foto: Karsten Schröder

Fühlst du dich durch irgendwas unter Druck gesetzt?
Djamila: Ich fühle mich dann einfach besser. Ich sehe mir jeden Tag die vielen tollen, tausendfach gefilterten Bilder von Freundinnen und Bekannten an. Da bekommt man Komplexe. Natürlich weiß ich, dass die Realität anders aussieht. Machen wir uns nichts vor, ich ziehe seit zehn Jahren kein Kleid mehr ohne Shaping Wear an. Ich bin ein großer Fan dieser Erfindung. Ohne meine super Miederunterhose, die ich bis zur Brust hochziehen kann, geht gar nichts. Damit hat man ein tolles Körpergefühl, einen flachen Bauch und mittlerweile pusht die Wäsche sogar noch den Po, mithilfe von Schaumstoff. Ich habe alles, was es auf dem Sektor zu kaufen gibt (lacht).

Micaela, du stehst für Sex und Erotik. Lastet da kein großer Druck auf dir, immer „perfekt“ aussehen zu müssen?
Micaela: Eigentlich nicht. Ich verdiene mein Geld mit Auflegen und mit meinem Charakter, der Marke „Micaela Schäfer“. Ich bin kein Victoria´s Secret-Model, deshalb bin ich sehr entspannt. Als Model würde ich mich auf jeden Fall unter Druck gesetzt fühlen, da geht es leider um jeden Kilo. Wenn ich im nächsten Jahr drei Kilo mehr wiege, würde das keinen stören. Kein Fan würde deshalb meinen Kalender nicht kaufen, denn ich stehe für Weiblichkeit und Erotik. Ich bin kein Size-Zero-Model. Wenn meine Klamotten nicht mehr passen, ist das auch egal, denn ich bin ja ein Nacktmodel (lacht).

Du hast auch bereits Schönheits OP’s hinter dir. Was bedeutet für dich „Schönheit“?
Micaela: Das kann ich nicht wirklich definieren. Ich finde, dass Ausstrahlung viel dazu beiträgt, Schönheit bedeutet für mich auch, sich in seinem Körper wohl zu fühlen.

Micaela Schäfer und Djamila Rowe: "Da bekommt man Komplexe"
Foto: Karsten Schröder

Hast du dich vor deinen Operationen gar nicht hübsch gefunden?
Mica: Nein, überhaupt nicht.

Was war die erste OP?
Micaela: Ich habe mich erst mit einem „Stupsnäschen“ und einer schönen Brust wohl gefühlt, damit kam auch die innere Schönheit, denn ich begann mich in meiner Haut wohl zu fühlen.

Was würdest du/ihr deiner Tochter raten, wenn sie sich mit ihrem Äußeren nicht wohl fühlen würde und eine OP in Erwägung zieht? Würdest du sie unterstützen?
Micaela: Ja. Ich rate allen Frauen, die sich nicht wohl fühlen, sich operieren zu lassen. Die meisten meiner Freundinnen sind operiert und allen ging es nach der OP besser. Natürlich löst es nicht alle Probleme, man wird danach kein Superstar. Viele denken jedoch, dass sie sich unters Messer legen, dann zum Bachelor gehen und dann berühmt sind. Wenn man einen guten Arzt hat, fühlt man sich hundertprozentig besser danach. Ich habe noch nie eine Frau erlebt, die nach ihrer Brust OP gesagt hat „Oh nein, ich habe jetzt größere Brüste“. Ich würde es also auch meiner Tochter raten, ich war bei meiner ersten OP 16 und meine Mutter hat mich voll unterstützt. Sie hat ganz klar gesagt „deine Nase ist nicht schön“. Sie meinte, dass auch mir eine schöne Nase zusteht.
Djamila: Wenn jemand psychisch darunter leidet würde ich sie zu einem guten Kontakt von mir schicken. Wenn man sich danach besser fühlt, warum nicht?!

Ich glaube, wenn ich älter werde, würde ich vielleicht auch das ein oder andere machen…
Djamila: Du meinst in meinem Alter? Was würdest du denn machen lassen?

Brüste, wenn sie nicht mehr dort sind, wo sie hin gehören…z.B nach zwei Kindern
Micaela: Brust und Nase ist Standard.
Djamila: Das garantiere ich dir sogar, dass sie nicht dort sind, wo sie jetzt sind. Jeder Schönheitschirurg sagt, das Schlimmste, was man einem Frauenkörper antun kann, ist eine Schwangerschaft. Deine Rippen gehen auseinander, du hast eine größere Schuhgröße und vieles mehr…

Wonach hast du dir eigentlich deine Models ausgesucht, Mica? Insbesondere Djamila?
Djamila: Sie brauchte noch eine Alte (lacht).
Micaela (lacht): Ich liebe es, wenn Frauen zu ihrem Körper stehen und sich nackt präsentieren. Es gibt jedoch nur sehr wenige Frauen, die sich das trauen. Viele Promis sind bei der Frage etwas seltsam, als ob ich sagen würde „Spring von der Brücke“. Präsentiert euch doch so wie Gott oder euer Schönheitschirurg geschaffen hat. Seid selbstbewusst! Nacktheit ist etwas Wunderschönes. Ich hatte mich sehr gefreut, als ich die Zusage von Djamila bekam, auch ohne Schlüpfer vor der Kamera zu posieren. Das fand ich einfach toll. Ich hatte Sarah Joelle, Janina Youssefian und auch Mandy Lange in der engeren Auswahl, aber alle wollten sich nur mit Unterwäsche fotografieren lassen, obwohl jede von ihnen einen tollen Körper hat.

Ich muss gestehen, dass ich bis zu unserem heutigen Treffen dachte, dass du eine richtige Zicke bist. Passiert dir das öfters, Djamila?
Micaela: Das glauben fast alle Frauen voneinander.
Djamila: Das passiert mir leider öfters, das Menschen denken, dass ich arrogant oder zickig bin. Ich würde mich jedoch als sehr umgänglich und sehr direkt beschreiben. Ich sage immer das, was ich denke oder fühle. Jeder weiß woran man bei mir ist. Das war aber ein langer Prozess, ich war früher ein ganz ruhiges Mäuschen und hätte mich nie getraut, meine Meinung zu sagen. Dieser Reifeprozess lässt dich in dieser Branche überleben, sonst wirst du abgezockt. Keiner gönnt dem anderen etwas, schon gar nicht Frauen, das ist wie im Haifisch-Becken. Ich finde es deshalb so toll, dass ich zu Mica so einen guten Draht habe.
Mica: Viele kooperieren nicht gerne und sehen nur sich selbst, sehen aber nicht, dass man gemeinsam viel mehr erreichen würde.

Was kannst du uns denn zu eventuell neuen Projekten erzählen, Djamila?
Djamila: Ich habe im Moment nicht viel geplant, ich lasse alles auf mich zukommen. Es gibt auf jeden Fall, das ein oder andere Projekt, an dem ich Interesse hätte.

Gibt es ein Format in dem du gerne mal mitwirken möchtest?
Djamila: Also bevor ich irgendwann mal in die Kiste springe, würde ich gerne ins Dschungelcamp gehen. Ich würde gerne diesen Kick der Grenzüberschreitung erleben.
Micaela: Das Format gibt es leider noch nicht. Ich würde gerne „Germany’s next Erotic Model“ ins Leben rufen und das „Neue Nacktmodel“ casten. Das würde ich gerne moderieren und würde dafür ausnahmsweise meine Klamotten anlassen.

Es gibt das RTL-Format „Adam sucht Eva – Promis im Paradis“. Würdest du dich für dieses Format auch ausziehen, wenn du Single wärst?
Micaela: Das darfst du doch nicht die „Nacktschnecke“ fragen, ob ich mich dort ausziehen würde. Natürlich würde ich! (lacht). Aber ich glaube das wäre für die Leute nicht so spannend. Ich würde es jedoch sehr lustig finden, mit den ganzen Sch*** um mich herum. Ich sehe mir Sch*** sehr gerne an.
Djamila: Echt? Die sehen aber nicht schön aus.
Micaela: Das stimmt, aber sie sehen pervers aus und ich bin pervers veranlagt, deshalb finde ich Sch“‘ ansehen, geil.
Djamila: Würdest du echt hingucken?
Micaela: Klar, ganz oft. Da könnte ich wenigstens gucken, am FKK-Strand oder in der Sauna gehört sich das leider nicht, dass man andere Leute oder gewisse Körperteile anstarrt.

Was sind deine nächsten Pläne?
Micaela: Meinen Nacktkalender fertigstellen steht ganz oben, dann starte ich gerade meine „Doppel D Watch Tour“ , für Oktober ist ein Bildband geplant und dann ist auch schon wieder die „Venus“, für die ich wieder Testimonial bin.

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