Mittwoch, 12. Juli 2017, 15:50 Uhr

Madonna: "Mir wurde gesagt, ich sei keine passende Mutter"

Madonna musste sich bei der Adoption ihrer Tochter Mercy gegen heftige Widerstände durchsetzen. Die 58-jährige Sängerin eröffnete am Dienstag (11. Juli) die erste Kinderklinik in Malawi und hielt anlässlich dessen eine emotionale Rede. Sie habe Mercy (11) genau wie ihren Sohn David (11) zum ersten Mal in einem Waisenhaus gesehen.

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Beide hätten an einer Krankheit gelitten, Mercy an Malaria, David an Lungenentzündung. „Als ich sie in meinen Armen hielt, flüsterte ich ihnen ins Ohr, dass ich auf sie aufpassen würde“, berichtete die Pop-Queen. „Und ich versprach ihnen, dass sie einmal starke und gesunde Erwachsene sein würden.“ Die Adoptionserlaubnis für David habe sie relativ schnell zugesprochen bekommen. Doch mit Mercy sei es leider ganz anders gelaufen – insgesamt dreieinhalb Jahre kämpfte sie darum, die Kleine mit nach Hause nehmen zu dürfen. „Dieses Mal sagte die zuständige Richterin nein. Ich war geschieden und sie hat mich darüber informiert, dass ich als geschiedene Frau nicht passend bin, um Kinder zu erziehen und dass Mercy James besser dran war, in einem Waisenhaus aufzuwachsen.“

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Das malawische Gesetz sieht außerdem vor, dass mögliche Eltern ein Jahr lang im afrikanischen Land leben, bevor sie adoptieren dürfen. Damit gab sich die Powerfrau jedoch nicht so einfach zufrieden: „Wenn man mir keinen logischen Grund für das Wort ’nein‘ gibt, dann akzeptiere ich das Wort ’nein‘ nicht. Ich habe ein Anwaltsteam beauftragt und den Fall vor das Oberste Gericht gebracht.“ Es sei „kein einfacher Kampf“ gewesen, doch am Ende zahlte er sich definitiv aus: Madonna durfte Mercy mit sich nach Amerika nehmen. Allen anderen in einer ähnlichen Situation will sie daher ein Vorbild sein: „Ich habe niemals aufgegeben und nie klein beigegeben. Ich glaube, wenn du etwas unbedingt im Leben willst, dann verschwört sich das Universum, um dir zu helfen, es zu bekommen.“