Donnerstag, 13. Juli 2017, 23:21 Uhr

Der Face-Kini: Jetzt kommt der Bikini fürs Gesicht

Im Fernen Osten gibt es einen neuen Trend, es sind die genannten Face-Kinis. Was das ist? Na ja, die der Name es schon sagt, ein Badeanzug fürs Gesicht. Hierzulande sind did Dinger schon länger angesagt – bei Bankräubern oder wahlweise im Schwarzen Block.

Der Osten von China wird gerade von einer extremen Hitzewelle heimgesucht. Um wenigstens ein wenig Abkühlung zu finden, pilgern die Menschen zu Tausenden an die Strände. Dort wurden vermehrt Frauen mit einer zumindest in dieser Umgebung sehr seltsamen Kopfbedeckung gesehen. Sie tragen eine Art Bankräuber-Maske , die ganz über den Schädel geht und nur Löcher bei Nase, Mund und Augen hat.

Das sind die sogenannten Face-Kinis und die scheinen gerade der letzte Schrei in der Volksrepublik zu sein. Dabei wurden sie nicht erst gestern erfunden. Schon vor 13 Jahren entwarf die heute 60-jährige Zhang Shifan den modischen Sonnenschutz. Ihr Business läuft ausgezeichnet, alleine 2015 verkaufte sie laut „Reuters“ über 30.000 Exemplare.

Der Zweck des Face-Kinis ist dreierlei. Erstens schützt er die Haut vor Sonnenbrand, zweitens schützt er vor Quallen und drittens – und das ist wahrscheinlich der springende Punkt – kann man den ganzen Tag am Strand liegen, ohne braun zu werden. Anders als in Europa ist gebräunte Haut in Südostasien nämlich kein Schönheitsideal.

Für die Erfinderin Frau Shifan hat das Sommeraccessoire nur einen wirklichen Nachteil. Und der hat nichts mit dem Wasser, der Sonne oder dem Wetter zu tun. Nein, die Maske macht vielen Kindern Angst. Ähm, ja verständlich. Was soll man da sagen außer: Andere Länder, andere Sitten. (LK)