Donnerstag, 13. Juli 2017, 15:11 Uhr

Nach TV-Eklat: Maischberger entschuldigt sich öffentlich

Sandra Maischberger äußerte sich jetzt in einem Statement zu dem Zwischenfall am Mittwochabend in ihrer Talkshow und entschuldigte sich. Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (65) war mit der Ex-Grünen Jutta Ditfurth (65) aneinandergeraten, hatte die Show daraufhin verlassen, weil die Politikerin „vom Verhalten und ihrer (…) Argumentation unerträglich“ sei.

Nach TV-Eklat: Maischberger entschuldigt sich öffentlich
Foto: WDR/Melanie Grande

Deswegen forderte Maischberger flugs die linke Aktivistin und Publizistin Ditfurth auf, die Show wegen „der Parität“ zu verlassen – was diese aber nicht tat. Auf der ARD-Website daserste.de wurde nun ein Statement der Talkerin veröffentlicht: „Ich bedaure sehr, dass Wolfgang Bosbach unsere Runde vorzeitig verlassen hat. Mein Versuch, ihn zum Bleiben zu bewegen, schlug leider fehl. Das ist immer eine Niederlage in einer Sendung, deren Aufgabe es ist, Menschen ins Gespräch zu bringen – gerade, wenn sie noch so unterschiedliche Meinungen haben. Wir wollen gesellschaftliche und politische Kontroversen im Fernsehen so führen …, wie sie im Leben stattfinden: ungeschnitten und ungeschönt. Das tut manchmal weh. Auch mir, wenn es nicht gelingt, meine Gäste im Dialog zu halten.“

Nach TV-Eklat: Maischberger entschuldigt sich öffentlich
Foto: WDR/Melanie Grande

Das Statement endete mit einem souveränen Rückzieher: „Ich möchte mich ausdrücklich bei Frau Ditfurth für den Versuch entschuldigen, sie aus der Sendung komplementieren zu wollen“, wird Sandra Maischberger zitiert. „Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktion, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler den ich bedauere.“

Bosbach äußerte sich in der ‚Bild‘-Zeitung: „Ich habe mich auf der Fahrt nach Hause geärgert, dass ich nicht schon viel früher gegangen bin“. In Talkshows habe er ja schon viel ertragen müssen, „aber irgendwann ist auch mal Schluss. Ich habe schon einen Herzschrittmacher und brauche keinen zweiten“.