Donnerstag, 13. Juli 2017, 12:59 Uhr

TV-Eklat: "Maischberger ist Bosbach noch nachgelaufen"

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hatte am Mittwochabend in der Talkshow von Sandra Maischberger für einen Eklaz gesorgt. Sichtlich empört verließ er die Talkshow, nachdem wer sich an der Ex-Grünen Jutta Dirfurth (65) nicht abarbeiten konnte.

TV-Eklat: "Maischberger ist Bosbach noch nachgelaufen"
Foto: WDR/Melanie Grande

Ihr hatte der engagierte Politiker zuvor vorgeworfen, die Hamburger Krawalle zu verharmlosen und schoss auch scharf gegen den ebenfalls anwesenden Hamburger Hauptkommissar Joachim Lenders. Der 65-jährige Politiker wetterte etwas dünnhäutig: „Frau Ditfurth ist persönlich, vom Verhalten und ihrer (…) Argumentation unerträglich. Das muss ich nicht mitmachen“. Stand auf und ging. Ditzfirth bezeichnete Bosbach daraufhin als „Mimose“. Doch es wurde noch schner: Nun verlangte Moderatorin Maischberger, dass auch Dittfurth das Studio verlassen solle, „um die Parität wieder herzustellen“. Die dachte aber gar nicht daran, sondern blieb sitzen.

Nun äußerte sich stern-Kolumnist und Scharfrichter Hans-Ulrich Jörges, der ebenfalls in der Talkshiw saß, in seinem Hausblatt zu weiteren Hintergründen. Die Aufzeichnung sei „während eines Enspielers“ unterbrochen worden. „Sandra Maischberger ist Wolfgang Bosbach noch nachgelaufen, um ihn zurückzuholen. Sie kam dann aber allein zurück und berichtete, Bosbach sei sehr aufgeregt gewesen“, so Jörges bei Stern.de „Es ist ihm wohl körperlich ans Herz gegangen.“ Der Politiker habe wohl das Gefühl gehabt, den Kommissar verteidigen zu müssen. „Dabei konnte der sich selbst rhetorisch gut wehren.“

UPDATE: Maischberger entschuldigt sich öffentlich

TV-Eklat: "Maischberger ist Bosbach noch nachgelaufen"
Foto: WDR/Melanie Grande
TV-Eklat: "Maischberger ist Bosbach noch nachgelaufen"
Thema „Gewalt in Hamburg: Warum versagt der Staat?“ bei Maischberger. Foto: WDR/Melanie Grande