Freitag, 14. Juli 2017, 18:55 Uhr

Prince: Einigung nach Vertrags-Hickhack

Ein Richter hat den Deal der ‚Universal Music Group‘ über das musikalische Erbe von Prince in Höhe von umgerechnet rund 27 Millionen Euro für ungültig erklärt.

Prince: Einigung nach Vertrags-Hickhack
Foto: WENN.com

Der Vertrag wurde für nichtig erklärt, nachdem das Unternehmen die Nachlassverwalter des ‚Purple Rain‘-Sängers des Betrugs und falscher Darstellung beschuldigt hatte. Die Anschuldigungen wollte der Richter jedoch nicht kommentieren und der Berater der Nachlassverwalter und Industrieexperte Londell McMillan respektierte diese Entscheidung. Er sagte: „An unserem Ende gab es keine Übeltat. Wir stehen zu unserer Arbeit.“ ‚Universal Music Group‘ soll mit einer Anzeige gedroht haben, sollten sie ihr Geld nicht zurückerhalten, wie die Zeitung ‚The New York Times‘ berichtet.

Nach der Entscheidung zeigt sich die ‚UMG‘ zufrieden und ließ in einem offiziellen Statement verlauten: „‚Universal Music Group‘ und die Nachlassverwalter von Prince Roger Nelson sind glücklich über die Entscheidung des Gerichts und begrüßen die freundschaftliche Einigung in dieser Sache. Wir freuen uns darauf, mit Princes Musik- und Merchandise-Firma weiter zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass den Fans auf der ganzen Welt die bestmöglichen Erfahrungen ermöglicht werden.

Sobald die Rückgängigmachung beendet ist, muss die Nachlassverwaltung das Geld zurückzahlen und einen neuen Käufer finden. Dies könnte sich aber als schwierig erweisen, da ‚Warner Bros. Records‘ bereits einige Rechte daran besitzt, die noch unveröffentlichten Lieder herauszubringen. Prince war im April 2016 nach einer Medikamentenüberdosis im Alter von nur 57 Jahren verstorben. (Bang)