Mittwoch, 19. Juli 2017, 15:48 Uhr

Andrew Garfield und die Schwulen

Schauspieler Andrew Garfield (33) ist seit Mai im ‚National Theatre’ in London im Theaterstück ‚Angels in America’ zu sehen. Darin verkörpert er einen Schwulen (Prior Walter), der an Aids erkrankt ist.

Andrew Garfield und die Schwulen
Foto: Lia Toby/WENN.com

In einer kürzlichen Frage- und Antwort-Stunde dazu erklärte der Ex-Freund von Emma Stone (28), dass er sich deswegen momentan „als schwuler Mann“ fühle, „nur ohne den körperlichen Akt.“ Dafür war der 33-Jährige in den sozialen Medien und LGBT-Publikationen, wie dem ‚Attitude’-Magazin heftig angegriffen worden. Der Vorwurf: der ‚Hacksaw Ridge’-Star würde „vereinfachen, was es bedeutet, schwul zu sein“. Gegenüber ‚BBC Newsbeat’ deutete der Schauspieler jetzt an, dass ihn diese Kommentare verärgert hätten und erklärte: „Das ist natürlich überhaupt nicht das, was ich damit gemeint habe.“

Und er fuhr fort: „Diese Diskussion handelte von dem Stück und wie zutiefst dankbar ich bin, dass ich an so etwas Tiefgründigem mitarbeiten darf. Es ist ein Liebesbrief an die LGBT-Gemeinschaft. Wir sprachen darüber, wie man sich auf so etwas Wichtiges und so Großes vorbereiten kann und ich habe im Grunde gesagt: ‚Ich tauche so tief darin ein wie mir möglich.’“

Das Theaterstück wird überwiegend als eines der wichtigsten Stücke des 20. Jahrhunderts angesehen. Die zweiteilige Produktion ist fast acht Stunden lang und erkundet die Einstellungen zu Rasse, Politik und Sexualität während der Aids-Krise im Amerika der 80er-Jahre.

Andrew Garfield erzählte: „Mein einziges Verlangen ist, der LGBT-Gemeinschaft zu dienen und die Welt für sie auf jegliche erforderliche Weise in Bewegung zu halten. Es ist für die Gemeinschaft wichtig, von der ich mich so willkommen fühle.“ Mit seinem „Schwulen-Kommentar“ wollte er dann auch nur ausdrücken, dass er für seine Rolle in dem Theaterstück sein Bestes gebe und sich voll auf diese Kulter einlasse „die ich verehre.“ Na, jetzt sollten doch alle Kritiker spätestens verstummen…(CS)