Mittwoch, 19. Juli 2017, 14:20 Uhr

Madonna greift durch

Ein Gericht stoppte eine Auktion, bei der sehr persönliche Dinge von Madonna verkauft wurden. Die 58-jährige Sängerin ließ einen Notfalls-Gerichtsbeschluss gegen ‚Gotta Have it! Collectibles‘ erwirken.

Madonna greift durch
Foto: WENN.com

Die Firma plante eine Auktion, bei der intime Dinge des Pop-Stars versteigert werden sollten, darunter eine kürzlich getragene Unterhose, einen Liebesbrief von Tupac Shakur, der auf einen Wert von umgerechnet 346.000 Euro geschätzt wurde, sowie einer Haarbürste inklusive Haaren. Madonna gibt zu Protokoll, dass sie sich nicht gut bei dem Gedanken fühle, dass die Fans ihre DNA extrahieren könnten: „Die Tatsache, dass ich einen Promistatus habe als Ergebnis meiner erfolgreichen Karriere, darf nicht mein Recht, meine Privatsphäre zu behalten, inklusive meiner höchst persönlichen Dinge, übergehen. Ich weiß, dass meine DNA aus Teilen meiner Haare gewonnen werden kann. Es ist empörend und beleidigend, dass meine DNA in einer Auktion der Öffentlichkeit zum Verkauf steht.“

Der Anwalt der ‚Hung Up‘-Hitmacherin verlangte bereits 22 Sachen zurück, darunter persönliche Briefe, Kassetten mit unveröffentlichten Aufnahmen sowie private Fotos, aufgenommen auf einer Junggesellinnenparty in ihrem Zuhause in Miami. Diese sollen aus der Auktion genommen werden, die für Mittwoch (19. Juli) angesetzt war. In den Gerichtspapieren steht außerdem, dass die ‚Music‘-Sängerin ihre „frühere Freundin“, Kunstberaterin Darlene Lutz, hinter dem Verkauf vermute, da diese zu den Dingen Zugang hatte. Der Sprecher von Lutz und dem Auktionshaus, Pete Siegel, bezeichnet die Klage „haltlos und wertlos“ und will dagegen angehen.

Gegenüber der ‚New Yorker Post‘-Zeitungskolumne ‚Page Six column‘ nimmt er Stellung: „Madonna und ihre Anwälte haben eine, wie wir glauben, haltlose und wertlose Klage erhoben, um den Verkauf von Frau Lutz‘ legalem Besitz zu stoppen. Madonnas Beschuldigungen werden energisch im Gericht angefochten. Wir sind zuversichtlich, dass Madonnas Gegenstände bald zurück sein werden.“ Eine Anhörung ist für Anfang September geplant.