Mittwoch, 19. Juli 2017, 21:07 Uhr

Naomi Watts über die grauenhafte Situation in Hollywood

Laut Naomi Watts befindet sich die Filmindustrie in einer „schlimmen Verfassung“. Die 48-jährige Schauspielerin spielt zurzeit in der Netflix-Serie ‚Gypsy‘ die Hauptrolle. Ihrer Meinung nach ist das Fernsehen momentan ein sehr viel aufregenderes Medium als der Film.

Naomi Watts über die grauenhafte Situation in Hollywood
Foto: WENN.com

Der Grund dafür liege an Hollywood, das zu sehr abhängig vom Franchise-Konzept, Superhelden und „Comedy-Blockbustern“ sei. Gegenüber ‚The Times‘ erklärt sie: „Mir ist sehr stark aufgefallen, dass viele großartige Geschichten jetzt im TV-Format erzählt werden, aufgrund der schlimmen Verfassung des Filmindustrie. Dort werden vor allem große Franchise-, Superhelden- oder Comedy-Blockbuster gemacht. Ich bevorzuge es eher, im Drama-Genre zu arbeiten. Seitdem sich die Filmindustrie dahingehend konzentriert, wechseln viele Autoren ins TV-Geschäft. Wir müssen diese Geschichten und Autoren unterstützen. Filme werfen immer weniger Geld ab und es wird immer schwieriger, welche zu machen. Viel von dem Geld, das finanziert wurde, ging an Filme, für die ich mich nicht wirklich begeistern kann. Die weiblichen Drama-Autorinnen wechselten alle zum TV, wie viele von uns ebenfalls, um eine gute Geschichte erzählen zu können.“

Watts spielt in dem psychologischen Thriller ‚Gypsy‘ die Psychotherapeutin Jean Holloway. Vier der fünf Regisseure der Serie waren allesamt Frauen. Über eine davon gerät die Hollywood-Schönheit richtig ins Schwärmen: ‚Fifty Shades of Grey‘-Filmemacherin Sam Taylor-Johnson. „Ich liebe Sam. Sie war es eigentlich, die mich hierher gebracht hat. Ich kannte sie, wenn auch nicht sehr gut, aber dennoch reichte es, dass sie meine Aufmerksamkeit für das Projekt erlangte. Wenn es über meine Agenten oder Manager gelaufen wäre, hätte ich es vermutlich nicht so schnell gelesen oder es mitbekommen, ich weiß es nicht.“