Mittwoch, 19. Juli 2017, 11:16 Uhr

Was macht eigentlich Cindy aus Marzahn?

Als Comedyfigur Cindy aus Marzahn begeisterte sie viele Jahre das Fernsehpublikum. Dann wurde es stiller um Ilka Bessin. „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist“, sagt sie zu ihrem Abschied im Juni 2016. „Und genau das habe ich getan.“

Was macht eigentlich Cindy aus Marzahn?
Foto: AEDT/WENN.com

Heute Abend um 22.15 Uhr kommt sie zurück ins Fernsehen – als Ilka Bessin und als neue Reporterin für stern TV. In ihrer Reportage-Reihe zum Thema „Soziale Gerechtigkeit“ trifft die 1,90m-Frau in Berlin Menschen am Rand der Gesellschaft. Menschen, die den Anschluss verloren haben. Menschen, die es alleine nicht schaffen, wieder auf die Beine zu kommen. Straßenkinder, Obdachlose.

Die 45-Jährige trifft Rentner, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Kinder, die von ihren Familien vernachlässigt werden. Und Langzeitarbeitslose, die für sich keine Perspektive mehr sehen. Ilka Bessin stellt Fragen. Sie hört zu. Und sie scheut sich auch nicht, offen ihre Meinung zu sagen. Schon lange engagiert sich die gebürtige Luckenwalderin für Menschen, denen es schlechter geht als anderen. Denn auch sie hat sich abgehängt gefühlt. Abgehängt, nutzlos, wertlos.

Drei Jahre lang lebte die gelernte Köchin selbst von Hartz IV. Sie ließ sich hängen, war frustriert und antriebslos. Doch später startete durch als Plattenbau-Pflanze im rosa Jogginganzug und eroberte sich mit ihrer frechen Schnauze ein Millionenpublikum.

Der ‚Bild‘-Zeitung sagte sie zu dem Reporterjob: „Diese neuen Sachen machen mir Spaß, ich hoffe, dass der Zuschauer das auch merkt. Anfangs war es aber ungewohnt, ohne Perücke und rosa Jogginganzug im Fernsehstudio zu stehen.“

Ach und was macht eigentlich ihr Biopic, den Matthias Schweighöfer drehen wollte?