Donnerstag, 20. Juli 2017, 11:46 Uhr

Hanka Rackwitz: Endlich zwangsbefreit?

Ich-Darstellerin Hanka Rackwitz begab sich nach jahrzehntelangen Zwängen in die Klinik. Nun scheint es der 48-Jährigen besser zu gehen und sie genießt die neugewonnene Freiheit.

Posted by Hanka Rackwitz on Dienstag, 4. April 2017

Die Fernsehschönheit sprach in ihrem Buch ‚Ich tick nicht richtig: Mein Leben mit Zwängen, Ängsten und Macken‘ noch von ihren zwanghaften Problemen. So schilderte sie darin über ihren Alltag: „Auch ich steige jeden Morgen wie Mad Max in die Arena und beginne hunderte Kämpfe, von denen ich jetzt schon weiß, dass ich bestimmt fünfundsiebzig davon verlieren werde.“

Nach jahrzehntelangen Kämpfen begab sich die 48-Jährige letztendlich im April in eine Klinik, um wieder ein freies Leben erfahren zu können. Zehn Wochen lang war die ehemalige ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘-Teilnehmerin in Therapie und wurde von ‚Stern TV‘ in der Schön Klinik Roseneck am Chiemsee begleitet. Dort unterzog sich die Brünette einer Konfrontationstherapie, wobei sie alle Dinge berühren musste, die ihr sonst große Ängste bereiten würden – ohne sich nachher die Hände zu waschen. Diese Erfahrung beschreibt sie im Gespräch so: „Es ging mir dabei so übel! Ich hab mein ganzes Leben in Frage gestellt. Ich wusste überhaupt nicht mehr, was ich denken sollte.“

Die Konfrontationen in der Therapie seien jedoch wirksam gewesen und haben Hanka weitergebracht, wie sie selbst sagt: „Auch wenn man glaubt, man kommt schon irgendwie zurecht, man fühlt sich ja doch erbärmlich, wenn man die einfachsten Dinge nicht mehr kann. Und ich kann sie langsam wieder – und das macht mich unwahrscheinlich stolz!“ Doch als sie begriffen habe, „dass die Zwänge wirklich gehen können, das war ein sehr schöner, aber auch der schlimmste Moment, weil da die unendliche Trauer kam“, so Rackwitz weiter. „Die Trauer über die verlorene Zeit. Mit der Erkenntnis zu leben, wieviel Zeit du mit dem Scheiß verschwendet hast, das war schon sehr, sehr bitter.“

Auch wenn sie noch eine Menge Arbeit vor sich hat, so schwärmt sie darüber, dass „die neue Freiheit etwas Schönes ist.“