Freitag, 21. Juli 2017, 16:40 Uhr

Bryan Cranston: Gott sei Dank unbekannt!

Bryan Cranston ist glücklich darüber, dass er als junger Erwachsener unbekannt war. Der 61-jährige Schauspieler wurde mit seinen Rollen in ‚Malcolm Mittendrin‘ und ‚Breaking Bad‘ einem breiten Publikum weltweit bekannt.

Bryan Cranston: Gott sei Dank unbekannt!
Foto: KIKA/WENN.com

Dass seine Karriere erst später in seinem Leben richtig begann, findet der Fernsehstar richtig gut, da er so ein „solides Fundament“ aufbauen konnte, ohne dass der Ruhm ihm dazwischen kam. Auf die Frage, wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn er früher berühmt gewesen wäre, antwortet Cranston: „Ich bin froh, dass es später passierte, denn so war ich in der Lage, ein solides Fundament für mein Leben ohne irgendeinem Ruhm aufzubauen. Eine der Fallen des Promi-Daseins ist, dass es einen gewissen Zapfenstreich gibt, den ich im Hinterkopf habe. Wenn ich in der Öffentlichkeit bin – jedes Mal wenn ich es spüre – schaue ich auf meine Uhr und fast immer ist es etwa halb elf abends. Ich fühle, dass der Abend langsam beginnt. Die Energie hat sich verändert. Ich denke, das liegt am Alkohol. Meine Frau und ich zwicken uns ins Bein und es ist Zeit, zu gehen.“

Der ‚Power Rangers‘-Darsteller, der mit seiner Frau die 24-jährige Tochter Taylor hat, gibt im Interview mit dem ‚Guardian‘ außerdem zu, dass er vor seiner Zeit als Hollywoodstar gerne heimlich Menschen beobachtete. Auf die Frage, ob er Leuten im Alltag zuschaue, entgegnet Cranston: „Natürlich. Ich bin zu neugierig, um es nicht zu tun. Es ist eine Voraussetzung, wenn man Schauspieler ist. Ruhm macht das Beobachten schwieriger, denn wenn der Beobachter der Beobachtete wird, ändert sich das Verhalten. Aber Gott sei Dank ist mir das nicht in meinen Zwanzigern passiert, sondern in meinen Vierzigern. Ich hatte vierzig Jahre unentdeckte Beobachtung.“