Sonntag, 23. Juli 2017, 17:57 Uhr

Chester Bennington: Gänsehaut-Ehrung auf Parookaville-Festival

Der Tod von Chester Bennington erschüttert die Musikwelt. Der Sänger von Linkin Park hat sich das Leben genommen. Eine bevorstehende Tournee der Band wurde abgesagt.

Chester Bennington: Gänsehaut-Ehrung auf Parookaville Festival
Foto: Carsten Windhorst/WENN.com

Der tot aufgefundene Sänger der Rock-Band Linkin Park hat sich das Leben genommen. Dies teilte der stellvertretende Ermittlungschef der Gerichtsmedizin in Los Angeles, Ed Winter, am Freitag (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mit.

Kollegen und Fans legten auch am Wochenende Blumen vor Benningtons Haus in einem Vorort von Los Angeles ab.

Der 41-jährige Sänger der US-amerikanischen Band starb am Donnerstag, kurz vor dem Auftakt einer neuen Nordamerika-Tournee in der kommenden Woche. Er hinterlässt Frau und sechs Kinder. Der für seine feinfühlige Lyrik und raue Stimme weltweit bekannte und verehrte Musiker litt unter Depressionen und Suchtproblemen. Die bevorstehende Tournee von Linkin Park sei kurzfristig abgesagt worden, teilte der Konzertveranstalter Live Nation mit (wir berichteten).

Beim Parookaville Elektro-Music-Festival an der deutsch-niederländischen Grenze kam es Freitagabend zu einer rührenden Hommage an den Künstler. Das Produzenten und DJ-Duo Showtek aus den Niederlanden unterbrach sein Set um Bennington zu gedenken. Sie spielten den Song „In The End“ von Linkin Park und lauthals sangen 40.000 mit. Am Ende wird der Song abgeschalten und die Menge singt weiter.

Die Brüder Sjoerd (alias DJ Duro) und Wouter Janssen (alias Walt) leiteten die Ehrung mit den Worten ein: „Wo wir gerade von Liebe und Respekt sprechen: Wir werden jetzt einen Song spielen, der mir etwas bedeutet, und meinem Bruder, und vielleicht euch auch oder vielleicht auch nicht, aber bitte, wir haben die schlechte Nachricht erhalten, dass der Sänger von Linkin Park, Chester, sich erhängt hat. Er ist gestorben, und wir wollen ihm ein etwas Liebe hinübersenden. An einen Typen, der soviel für die Musikbranche getan hat, einen großartigen Musiker und Produzent, also nehmt die Hände nach oben und zeigt ihm die Liebe.“

Benningtons Tod folgte dem Suizid seines engen Freundes, des Soundgarden-Sängers Chris Cornell. Dieser hatte sich Mitte Mai das Leben genommen. Linkin Park wurden Ende der 1990er Jahre durch eine Mischung aus Nu-Metal, Rock, Rap-Klängen und elektronischen Sounds bekannt und gehören zu den erfolgreichsten Rock-Bands der Welt. (dpa/KT)