Mittwoch, 26. Juli 2017, 20:15 Uhr

Filmkritik "Wish Upon": Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst!

„Wish Upon“ ist ein Horrorfilm, in dem sieben Wünsche frei sind – naja, nicht ganz frei! Am Donnerstag startet er in den deutschen Kinos!

Filmkritik "Wish Upon": Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst!
Foto: Steve Wilkie / Broad Green Pictures

Clare (Joey King, „Fargo, Staffel 1, Folge 1,2,3“) ist 17 und hat es nicht leicht. Ihre Mutter hat sich vor langer Zeit umgebracht. Das Mädchen lebt seitdem allein mit ihrem Vater Jonathan Shannon (Ryan Phillippe, 42, „Eiskalte Engel“, „Flags of our Fathers“) in verarmten Verhältnissen und an der Schule gilt sie als Außenseiterin. Sie möchte doch so gern dazu gehören, aber Clare ist eben nicht cool. Aber ganz allein auf sich gestellt, ist Clare nun auch wieder nicht, sie hat zwei tolle Freundinnin, Meredith (toll: Sydney Park, „The Walking Dead, Staffel 7, Folge 6-15) und June (Shannon Purser).

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Clares empfindet ihren Vater ist hoch oberpeinlich, denn er kramt und wühlt in Sperrmüllcontainern auf der Suche nach wiederverwertbarem Zeug. Dass er gern die Container gegenüber dem Schulparkplatz durchforstet, trägt nicht gerade zu Clares Popularität bei. Bei einem dieser Streifzüge des Vaters, entdeckt dieser ein komisches Ding, achteckig, goldverziert, rote chinesische Schriftzeichen und mit ein paar kryptischen Vermerken auf dem Boden. Wozu ist dieses Ding gut? Jonathan weiß es nicht, aber er nimmt es mit und präsentiert es seiner Tochter als Geburtstagsgeschenk.

Schwer ist die Box, hat auch einen Verschluss, allein öffnen lässt sie sich nicht. Praktischerweise hat Clare als Unterrichtsfach Chinesisch, aber weit kommt sie mit dem modernen Chinesisch nicht. Wozu gibt es Google? Ein paar Klicks weiter, ist sie schlauer, aber das Handgeschriebene auf dem Boden der Box, das bleibt verschlüsselt.

Filmkritik "Wish Upon": Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst!
Foto: Steve Wilkie / Broad Green Pictures

Soviel ist Clare jetzt klar, das Ding ist eine Wunschbox. Sieben Wünsche hat sie frei und sie legt gleich damit los. Teenagerwünsche, die unausgereift und – unpräzise ausgesprochen – auch noch nach hinten losggehen. Außerdem glaubt Clare nicht daran und so verschwendet sie einen Wunsch nach dem anderen, bevor sich ihr so nach und nach der hohe Preis der Wünsche offenbart, den grundsätzlich Menschen aus ihrer näheren Umgebung zu zahlen haben. In „Wish Upon“ wird oft und auf sehr skurile Art gestorben, aber so richtig überraschend ist der Plot nicht.

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Foto: Steve Wilkie / Broad Green Pictures

Fazit: Wenn du in einem Horrorfilm bist und du hast sieben Wünsche frei, dann trau dem Ganzen nicht! Solide Unterhaltung, eher für Freunde des gepflegten Sonntagnachmittaghorrors zu einer Tasse Tee. Falls mit „Wish Upon“ der Appetit auf mehr kommt, dem sei „Wes Craven’s Wishmaster“ ans Herz gelegt. (Katrin Wessel)