Mittwoch, 26. Juli 2017, 12:04 Uhr

Mario Barth äußert sich zu Gerüchten und Vorwürfen

Mario Barth gehörte jahrelang zur Speerspitze der deutschen Comedy-Szene. Jetzt äußert er sich zu privaten wie auch politisch motivierten Vorwürfen und Gerüchten.

Mario Barth äußert sich zu Gerüchten und Vorwürfen
Foto: WENN.com

Seine Fans verehren den 44-jährigen Berliner für seinen konsequenten Männer-Frauen-Kalauer-Humor geradezu kultisch, aber es gibt wohl noch mehr Menschen, die Barth für einen gefährlichen Populisten halten, der für seine Facebook-Videos schon mal Beifall aus dem AfD-nahen Umfeld bekommt.

In einem großen Interview in der aktuellen Ausgabe des Magazin „Stern“ hat sich Barth nun erstmals ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Es sei absurd, ihm rechtes Gedankengut vorzuwerfen. Erstmalig äußert sich Barth beispielsweise auch darüber, wie seine Familie unter den Nazis im dritten Reich gelitten hat.

„Mein Urgroßvater mütterlicherseits war Jude und ist im KZ von Nazis ermordet worden. Mein Großvater galt als sogenannter Halbjude und musste aus dem Land fliehen. Ich verachte alles Rassistische. Ich weiß, was solche Leute anrichten„, so der Star, der das Berliner Olympia-Station für eine Show mit 70.000 Besuchern füllen konnte. Er wolle mit dem Offenlegen seiner Familiengeschichte auch die Vorwürfe entkräften, er liebäugle etwa mit Populisten des rechten Randes.

Mario Barth nimmt in dem Gespräch auch Stellung dazu, warum sein Ruf in der Show-Branche so umstritten ist. Es gäbe beispielsweise die Behauptung, sein Sicherheitspersonal dürfe ihn bei seinen Shows nicht direkt anschauen. „Bei einer Sicherheitsbesprechung hat der Chef der Security seinen Leuten gesagt: ‚Guckt nicht Mario an, sondern dreht Euch zu den Leuten im Saal um'“, erzählt Barth dazu. Das habe eine Mitarbeiterin wohl falsch verstanden und so sei das Gerücht entstanden, niemand vom Personal dürfe Barth ins Gesicht schauen.