Freitag, 28. Juli 2017, 20:48 Uhr

Olivia Jones wird mit Ehren-Award ausgezeichnet

Olivia Jones erhält den Ehren-Pride-Award 2017. Deutschlands bekannteste Frauspielerin wird nun für ihr besonderes Engagement von ‚Hamburg Pride e.V.‘ gewürdigt. Die Hamburger Reeperbahn-Größe erhält den Award für ihre hingebungsvolle Unterstützung für die Vielfalt von Lebensweisen und gegen rechte Hetze.

Olivia Jones wird mit Ehren-Award ausgezeichnet
Foto: AEDT/WENN.com

Der Preis soll der Drag Queen im Rahmen der ‚Pride Night‘ am 29. Juli im „Schmidtchen“ auf der Reeperbahn im Beisein der zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank überreicht werden. Stefan Mielchen, der erste Vorsitzende von ‚Hamburg Pride e.V.‘ erklärt laut einer Pressemitteilung dazu.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Prominente klar und deutlich gegen Homophobie und Rechtsextremismus positionieren. Olivia Jones verbindet Haltung mit Humor und entlarvt auf diese Weise rechte Rattenfänger. Gleichzeitig wirbt ihr Kinderbuch für die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen, die schon von klein auf vermittelt werden muss. Mit unserer Auszeichung wollen wir dieses Engagement würdigen.“

Mit ihrem TV-Auftritt bei einem NPD-Parteitag hat Olivia Jones Mut gegenüber Rechtsextremisten gezeigt und mit ihrem Kinderbuch ‚Keine Angst in andersrum‘ hat sie auch für die Akzeptanz und Selbstverständlichkeit vielfältiger Lebensweisen geworben. Außerdem stellte sie sich bei einem Zusammentreffen mit der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt engagiert und mit breiter öffentlicher Beachtung gegen ein Positionspapier der Rechtspopulisten, das sich gegen die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen richtet und auch von Hamburger AfD-Bürgerschafstabgeordneten unterzeichnet wurde.

Jedes Jahr werden von der ‚Hamburg Pride e.V.‘ mit dem Pride Award Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die queere Community verdient gemacht haben. Der Preis wird als Publikumspreis ausgelobt, über den online abgestimmt wird. Der Ehren-Pride-Award wird jedoch nur zu besonderen Anlässen vergeben. Olivia Jones ist die zweite Person, die damit ausgezeichnet wird. Die erste Preisträgerin war 2015 die mittlerweile verstorbene lesbische Aktivistin Karin Wilsdorf, die sich über Jahrzehnte hinweg für die Gleichberechtigung von Frauen und Lesben in Hamburg stark gemacht hat.