Sonntag, 30. Juli 2017, 15:43 Uhr

Daniel Craig: 22 Millionen für den neuen Bond?

Unglaublich was für horrende Honorar-Zahlen seit Beginn der Woche durch die Medien geistern, nachdem bekannt wurde, dass Daniel Craig erneut als James Bond antreten soll: Von absurden und vor allem absolut realitätsfernen 47 Millionen, 89 Millionen oder gar 150 Millionen Dollar ist die Rede!

Daniel Craig: 22 Millionen für den neuen Bond?
Foto: Joseph Marzullo/WENN.com

Fakt ist: Der Brite hat für einen Riesenerfolg gesorgt, somit kann er bei Verhandlungen auch ziemlich hoch pokern – oder einfach „Tschüss“ sagen. Nun will ausgerechnet die ‚Bild am Sonntag‘ als bisher einziges (!) Medium weltweit herausgefunden haben, dass der 49-Jährige 22 Millionen Dollar kassieren soll – plus Gewinnbeteiligung. Die ‚New York Times‘ hatte am 24. Juli als erste von der Rückkehr Craigs berichtet.

Das deutsche Boulevard-Blatt erfuhr die angebliche Summe für Craigs fünfte Teilnahme am 25. Bond-Francise angeblich „aus Hollywood-Studiokreisen“ und führt zum Vergleich diesen Herrn hier an: „Dwayne ‚The Rock‘ Johnson (45), der aktuell als bestverdienender männlicher Hollywood-Star gilt, bekam für seinen (neuen) Film ‚Jumanji‘ 19 Millionen Dollar.“ Bestätigt ist dies alles nicht und es gehört auch zum Geschäft, solche Summen auch gerne mal zu lancieren, um den Marktwert der betreffenden Schauspieler zu erhöhen und neue hochkarätige Rollen an Land zu ziehen.

In der Vergangenheit sollen so z.B. Stars wie Leonardo DiCaprio für „The Wolf of Wall Street“ 25 Millionen Dollar oder Sandra Bullock für „Gravity“ 20 Millionen Dollar kassiert und damit die magische Grenze von 20 Millionen überschritten haben. Bei den beiden seien später auch noch 20 Prozent der Einnahmen an der Kinokasse hinzugekommen, behauptete vor zwei Jahren ‚Hollywood Reporter‘.

Der sagenhafte „Back-End-Deal“ oder die „Gross Participation“ gilt ja als der cleverste Deal in der Branche. Stars wie Tom Cruise und auch Adam Sandler hatten den schon in den 1990er Jahren angewandt. Damit würden die Stars an den Umsätzen an der Kinokasse beteiligt. „Diese Deals finden heute kaum noch statt“, zitierte der ‚Stern‘ allerdings schon 2015 ein Manager von ‚20th Century Fox‘. Denn selbst Megastars garantieren schon lange keine überdimensionierten Gewinne mehr – wie zuletzt beispielsweise der Kinoflop „Suicide Squad’ zeigt. Deswegen scheuen sie Studios schon länger ganz genau hin: Spielen die Stars die Kohle überhaupt wieder ein? Insofern sind solche Millionnsummen, wie sie gerne kolportiert werden mit Vorsicht zu genießen. Nichts genauses weiß man nicht! (PV)