Sonntag, 30. Juli 2017, 17:35 Uhr

Das war die Dirndl-Flug-WM

Kein Wunder, dass Außerirdische auf dem Planeten Erde noch nicht heimisch geworden sind. Wenn sie sehen würden, was die Menschen hier für einen Blödsinn anstellen, würden sie wohl schnell wieder kehrt machen. Da wäre z.B. eine völlig neue Sportart: Dirndl-Flug. Und der hat nun auch eine Weltmeisterschaft.

Frauen und sogar Männer im Dirndl – aber nicht im Bierzelt, sondern im Freibad. In Nürnberg sprangen bei herrlichem Sommerwetter heute 40 Wagemutige in bunter Tracht von einem Sprungturm ins Wasser. Das musste nicht in erster Linie elegant aussehen: „Es kommt vor allem auf die originelle und dirndltechnische Umsetzung, sowie auf den Gesamtauftritt der Dirndlspringer an“, sagte Patrick Kraft, Veranstalter der Dirndl-Flug-WM. Konkret heißt das: Schrauben, Grätschsprünge, Akrobatikeinlagen oder Salti. Nur Kopfsprünge waren nicht erlaubt. Eine Jury vergab Stilnoten.

Am Ende wurden in den drei Kategorien Frauen, Männer und Teams je drei Gewinner gekürt. Sie konnten sich dafür an Bier und Prosecco laben. Der Teilnehmer mit der höchsten Einzelpunktzahl durfte sich über einen Reisegutschein im Wert von 1000 Euro freuen.

Angeblich geht der bizarre Wettkampf auf einen wahren Ursprung zurück. Dazu heißt es auf der Webseite des Veranstalters: „Wer das Dirndlfliegen erfunden hat, ist unklar. In Österreich heißt es, das Dirndlspringen gehe auf ein Ereignis im Salzkammergut zurück. Im dortigen Ausseerland soll laut Überlieferung eine Damengesellschaft bei einem Sonntagsausflug die Badebekleidung vergessen haben und daraufhin in Dirndlkleidern in den See gesprungen sein.“ (dpa/KT)