Sonntag, 06. August 2017, 16:50 Uhr

Britenstar Jasmine Thompson über ihre neue EP und deutsche Currywurst

Jasmine Thompson ist die Überfliegerin der letzten Jahre und bescherte uns mit Songs wie „Ain’t nobody“ echte Ohrwürmer. Nun hat der britische Teenager eine neue EP am Start, die den Titel „Wonderland“ trägt. Obwohl sie erst 16 Jahre alt ist, ist die Sängerin längst ein alter Hase im Musikgeschäft,  kann Karriere und Teenagerleben perfekt unter einen Hut bringen.

Britenstar Jasmine Thompson über ihre neue EP und deutsche Currywurst
Foto: Nicole Nodland

klatsch-tratsch.de traf Jasmine zum Interview, die über Currywurst, ihre EP und Mike Singer spricht.

Du warst schon öfters in Deutschland, hast sogar irgendwie eine Verbindung mit Deutschland, weil du in der Vergangenheit mit mehreren deutschen Künstlern gearbeitet hast?
Ich mag Deutschland echt gerne und ich war schon mehrmals da. Ich hab vor allem in Köln viel Zeit verbracht. Ich habe mir z.B. den Dom da angeschaut. Es ist echt ein schöner Platz und ich verbringe gerne Zeit dort. Deutschland erinnert mich allgemein sehr an London, meine Heimatstadt. Vor allem Berlin und München.

Was ist für dich typisch deutsch?
Currywurst! Das schmeckt so gut. Ich war letzte Woche in Berlin – für ein Event. Nach dem Auftritt mussten wir zum Flughafen, um nach Italien zu fliegen. Es war schon 11 oder 12 und mein Team und ich wollten unbedingt noch Currywurst haben. Ich liebe deutsches Essen total.

Du hast eine neue EP am Start, was bedeutet für dich „Wonderland“?
Die EP heißt „Wonderland“ und es geht vor allem darum, wie ich mich über die letzten Jahre entwickelt habe. Ich finde gerade heraus, wie das Leben so läuft, nicht nur was meine Karriere betrifft, sondern auch für mich als Person. Ich denke, viele Teenager machen diese Phase durch, du beginnst einfach viel mehr über dich selbst und über dein Leben nachzudenken. Und „Wonderland“ ist einfach dieser ganzen Zeit gewidmet.

Dein Leben ist anders als das normaler Teenager, deine Freunde gehen zur Schule, machen Hausaufgaben und haben einen ganz anderen Alltag. Verstehen sie, dass du nicht immer Zeit hast?
Es funktioniert trotzdem. Wenn ich in London bin, dann arbeite meist zwischen 9 bis 16 oder 17 Uhr und meine Freunde haben auch erst dann meistens Schulschluss. Das heißt wir haben den ganzen Nachmittag und Abend, um etwas zusammen zu unternehmen. Sie verstehen schon was ich mache und das ich einen anderen Alltag habe. Die meisten meiner Freunde habe ich durch die Schule kennen gelernt und viele von ihnen sind künstlerisch begabt, sie tanzen, singen oder schauspielern auch. Viele von ihnen haben schon in Filmen mitgespielt oder ähnliches, sie verstehen es schon, was es bedeutet, wenn ich sage, dass ich arbeiten muss.

Britenstar Jasmine Thompson über ihre neue EP und deutsche Currywurst
Foto: Nicole Nodland

Du bist viel unterwegs und bereist durch deinen Job die verschiedensten Länder, wie ist es für dich ständig auf Achse zu sein?
Es ist nicht immer einfach in einer anderen Umgebung zu sein. Aber ich habe das Glück das ich immer mit wirklich tollen Menschen unterwegs bin und meine Mutter ist auch immer dabei und ich habe auch mit meinen Bandmitgliedern ein wirklich tolles Verhältnis. Wir sind zu einer echten Familie geworden, wenn wir auf Tournee sind. Wenn ich meine Freunde vermisse, kann ich jeder Zeit nach Hause gehen und meine alte Schule besuchen.

Du bist erst 16, wie gehen deine Eltern damit um, dass du auf der Bühne stehst und viel umherreist? Sind sie sehr streng?
Meine Mutter kommt immer mit, wenn ich unterwegs bin. Für sie ist das okay und sie ist glücklich, dass ich das machen kann was ich liebe. Bei meinem Vater ist es ähnlich. Sie unterstützen mich, seitdem ich klein bin. Streng sind sie schon, aber sie sind nicht anders als andere Eltern denke ich. Sie sagen schon, wenn es zu viel ist oder wenn ich am nächsten Tag früh raus muss, weil ich arbeiten muss. Sie sind ja immer noch meine Eltern.

Du bist schon seit einigen Jahren im Musikbusiness dabei, hast viele Sonnenseiten kennen lernen dürfen, hast du dennoch auch schon Schattenseiten kennen lernen müssen?
Schattenseiten der Musikindustrie? Das habe ich ein Glück noch nicht kennen lernen müssen. Ich habe echt Glück mit den Menschen denen ich begegnet bin und die mich täglich umgeben. Sie achten auf mich und wollen mich als Künstlerin weiterbringen. Ich habe natürlich schon harte Geschichten von anderen Künstlern gehört und mitbekommen, aber ich persönlich habe das noch nicht erlebt.

Vor kurzem bist du auf Mike Singer getroffen, er ist sehr bekannt in Deutschland, wie war das Treffen und könntest du dir vorstellen mit ihm zu arbeiten?
Ja das stimmt, es war toll. Wir sind im ähnlichen Alter, wir haben eine Verbindung, weil wir beide dasselbe machen und einen ähnlichen Weg gegangen sind. Wir haben zusammen gesungen und es war echt ein toller Tag und hat viel Spaß gemacht. Man weiß es nicht, vielleicht wäre es eine gute Kollaboration, wenn es mal zustande kommen sollte, warum nicht. Das könnte interessant werden.

Britenstar Jasmine Thompson über ihre neue EP und deutsche Currywurst
Jasmin Thompson und Mike Singer. Foto: Warner Music

Du hast mit deinen 16 Jahren schon sehr viel erreicht, was steht trotzdem noch auf deiner Bucketlist?
Ich möchte ein neues Album veröffentlichen, ich möchte in den USA auf Tour gehen, ich möchte einfach mehr Erfahrungen machen, wie Musikvideos drehen und Songs aufnehmen. Ich denke als Künstler geht es immer weiter und weiter, denn es ist eine Leidenschaft. Ich möchte so viel machen wie möglich.

Mit wem würdest du gerne in der Zukunft zusammen arbeiten, du bist schließlich bekannt für tolle Kollaborationen?
Ich würde gerne mit Calvin Harris arbeiten, ich mag seine Musik sehr gerne. Meine absolute Lieblingsband ist Florence + the Machine, wenn ich jemals etwas mit ihnen machen könnte, auch wenn es nur eine Zeile in einem Song ist, dann wäre ich der glücklichste Mensch.

Britenstar Jasmine Thompson über ihre neue EP und deutsche Currywurst
Foto: Nicole Nodland