Mittwoch, 09. August 2017, 9:41 Uhr

Michael "Bully" Herbig: Was er durch seine Frauenrollen gelernt hat

In den 90er Jahren war das Münchener Fernseh-Trio um Michael „Bully“ Herbig Kult. Jetzt kommt die legendäre TV-„Bullyparade“ in Spielfilmlänge ins Kino.

Michael "Bully" Herbig: Was er durch seine Frauenrollen gelernt hat
„Bullyparade – Der Film“ – Episode „WEK“. Foto: Warner Bros.

Der 49-jährige Filmemacher ist schon öfters in Frauenrollen geschlüpft – und das hat ihm Erkenntnisse gebracht, die ihm sonst verborgen geblieben wären. „Ich finde es zum Beispiel unfassbar, wie Frauen in hohen Schuhen gehen können“, sagte er der Zeitschrift „Myway“. Die Frauenwelt verstehen könne er aber trotzdem nicht unbedingt. „Vieles wird mir immer ein großes Geheimnis bleiben. Und das ist gut so!“ Beispielsweise als Kaiserin Sissi über das Filmset zu laufen, habe er als demütigend empfunden. „Komische Blicke bin ich ja gewohnt, aber dass mir hinterhergepfiffen wird, war gewöhnungsbedürftig.“

Nächstes Jahr wird der Comedian 50 Jahre jung. Mit dem Älterwerden hat Herbig aber inzwischen keine Probleme mehr: „Mit Anfang 20 war ich Jungunternehmer, der junge Wilde. Damals fand ich es cool, mit den großen Jungs spielen zu dürfen. 30 war cool, weil ich mich ernster genommen fühlte. 40 machte mir massive Probleme: Ich wechselte die Seite, gehörte irgendwie nicht mehr zu den Jungen. Die 50 finde ich wieder spannend!“

Kommende Woche startet die „Bullyparade“ in Spielfilmlänge in den deutschen Kinos. Herbig und seine Kollegen Rick Kavanian und Christian Tramitz bringen ihre gleichnamige Kult-Fernsehserie (1997-2002) damit auf die große Leinwand. (dpa/KT)