Freitag, 11. August 2017, 16:20 Uhr

Promi Big Brother: Zachi Noy hat noch nie was gewonnen

Heute Abend startet ‚Promi Big Brother‘ in eine neue Runde und den Abschluss unserer Interview-Serie mit allen 12 Kandidaten bildet heute Zachi Noy. Zachi wer?

Promi Big Brother: Zachi Noy hat noch nie was gewonnen
Foto: SAT.1/Willi Weber

Wer beim Namen Zachi Noy zum Halbsatz „Der hat doch früher mal…“ ansetzt, ist auf der richtigen Fährte. Der israelische Schauspieler hat vor vielen Jahren in der krachledernen Sexkomödien-Reihe „Eis am Stiel“ den lustigen Dicken gegeben. Danach stotterte die Karriere jedoch merklich. Der mittlerweile 64-Jährige hofft nun, dass durch „Big Brother“ wieder Filmproduzenten auf ihn aufmerksam werden, wie er sagt. Nun, sowas hat in der Vergangenheit noch nie funktioniert…

Noy traut sich jedenfalls die Vaterrolle zu: „Ich glaube, ich bin der Haus-Daddy. Ich kann die Leute zum Lachen, zum Weinen oder zum Nachdenken bringen. Ich habe Lebenserfahrung und kann Situationen immer gut einschätzen und analysieren.“ Ob der 63-Jährige häufiger als Schlichter zum Einsatz kommt? Hier ein Auszug aus seinem Interview mit SAT.1.

Warum ziehst Du ins „Promi Big Brother“-Haus ein?
„Big Brother“ ist Kult – das sagen viele Leute von mir auch. Für mich ist es eine Herausforderung. Natürlich möchte ich gewinnen, nicht nur des Geldes wegen. Ich habe noch nie etwas gewonnen, auch nicht bei Schulwettkämpfen als Kind. Und natürlich wäre es schön, wenn Filmproduzenten und Regisseure wieder auf mich aufmerksam werden. Ich bin bereit tolle Rollen zu spielen. Schließlich bin ich ja nicht „nur“ der Dicke aus „Eis am Stiel“. Das will ich auch bei „Promi Big Brother“ zeigen.

Was wird die größte Herausforderung für Dich im Haus?
Nicht mit meiner Familie sprechen zu können. Also mit meinen Enkelkindern, meiner Mutter, meiner Frau Miri und den Kindern. Das kann ich mir gerade noch nicht vorstellen und das wird schon hart.

Wie stellst Du Dir das Leben unter 24-Stunden-Beobachtung vor?
Mein ganzes Leben spielte sich vor der Kamera oder auf einer Bühne ab. Ich liebe das Spotlight. Aber diese Situation ist selbst für mich neu. Vielleicht vergisst man die Kameras wirklich irgendwann mal.

Promi Big Brother: Zachi Noy hat noch nie was gewonnen
Foto: SAT.1/Willi Weber

In welcher Situation wärst Du lieber unbeobachtet?
Bei der Morgentoilette und beim Duschen. Aber eigentlich habe ich kein Problem damit, vor anderen Leuten zu duschen. Mein nackter Hintern war schon auf allen Kinoleinwänden der Welt zu sehen, da macht mir das bei „Promi Big Brother“ wenig aus.

Womit kann man Dich im täglichen Zusammenleben auf die Palme bringen?
Wenn Leute arrogant werden, ohne jemals wirklich eine Leistung erbracht zu haben und von sich selbst glauben, sie sind die Größten. Und vor allem, wenn meine Mitbewohner nicht sauber sind. Wenn etwas unhygienisch ist, nervt mich das schon extrem.

Wie reagierst Du in Konfliktsituationen?
Ich analysiere die Situation und mache mir Gedanken, wie man sie am besten lösen kann. Ich bin immer für eine friedliche Einigung, egal ob privat oder im Berufsleben. Konflikte mag ich zwar nicht, aber sie ergeben sich zwingend, bei solchen Altersunterschieden und so vielen unterschiedlichen Charakteren. Wobei ich sehr gut mit jungen Leuten kann, ich bin ja auch im Herzen jung geblieben. Manchmal denke ich mir: oh mein Gott, du könntest der Großvater von diesen Leuten sein. Aber ich habe manchmal noch immer so viel Schmarren im Kopf wie als junger Mann.

Promi Big Brother: Zachi Noy hat noch nie was gewonnen
Foto: SAT.1/Willi Weber

Wen wirst Du am meisten vermissen?
Meine Familie, meine Kinder und Enkelkinder. Ich bin aber auch froh, mal für einen längeren Zeitraum von zu Hause weg zu sein und Abstand von meiner Mutter – sie ist wie ein General – und meiner Frau zu haben. Sie war ein weiblicher Offizier beim Militär in Israel. Tut mir bestimmt gut (lacht).

Wie kommst Du mit Entbehrungen zurecht?
Das weiß ich nicht. Ich habe noch nie auf etwas verzichten müssen. Sich freiwillig einsperren zu lassen und sich seine persönlichen Gegenstände abnehmen zu lassen, ist schon etwas seltsam. (KT/dpa)