Samstag, 12. August 2017, 19:02 Uhr

James McAvoy, James Bond und Agent Percival

Mit dieser Nachricht wird er garantiert seine Fans enttäuschen, besonders die weiblichen: Britenstar James McAvoy (Split“) will auf keinen Fall James Bond spielen und tritt somit nicht die Nachfolge von Daniel Craig an. Nach eigener Aussage des 38-Jährigen würde ihm die Rolle des Bond-Helden „nicht stehen“.

James McAvoy, James Bond und Agent Percival
Foto: Focus Features

In einem Interview mit dem ‚Heat‘-Magazin erklärte er: „Bin ich im Gespräch dafür? Ist das die Traumrolle für jeden Schauspieler? Anscheinend ja, aber für mich ist das nichts. Es würde nicht funktionieren, weil es nicht passen würde.“ Der Hollywood-Star spielt übrigens gerade an der Seite von Schauspielerin Charlize Theron in „Atomic Blonde“ den Spion David Percival. Aber wäre das nicht schon mal die beste Vorbereitung für einen Bond-Film?

McAvoy sieht diese Rolle aber als völliges Gegenteil von Bond. „Er ist der Anti-Bond. Er trägt keinen Anzug, er trinkt keine Martinis – naja obwohl, er trinkt viel. Sicher ist da auch mal ein Martini dabei. Er raucht, er nimmt Drogen und steckt sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten an. Er ist eigentlich nicht der typische Spion, wie man ihn sich vorstellt.“ Seine Rolle als David Percival sei alles „was Bond nicht ist“.

Für die Rolle des Percival wurde McAvoy wohl auch deshalb ausgewählt, weil der gerade erst mit dem kleinen Film „Split“ an den Kinokassen weltweit mehr als 270 Millionen Dollar einspielen konnte. Der Schauspieler lies Ergebnisse seiner eigenen Nachforschungen über die Einstellungskriterien des MI6 in die Darstellung seiner Figur miteinfließen. Er fand heraus, dass die Agentur gezielt nach Leuten sucht, denen kein besonders langes Leben vorausgesagt wird, um so die Chancen zu minieren, dass diese im hohen Alter irgendwelche Staatsgeheimnisse ausplaudern können.

Bereits auf den ersten Seiten des Drehbuchs, fand McAvoy Gefallen an der Figur. Er sagt: „Percival ist so weit von Typen wie Bond oder Bourne entfernt, wie man es sich nur vorstellen kann. Da gibt es eine Dialogzeile von Percival: Ich liebe das verfickte Berlin!’ Das kommt von Herzen. Percival gehört zu der Art von Agenten, die sich von einer gewissen Unterwelt verführen lassen, in diesem Fall das Dodge City der Spionagewelt. Der Chef des MI6 nennt ihn, ungezähmt’. Ich denke, das beschreibt ihn – und andere in seinem Feld – ganz gut.“

James McAvoy, James Bond und Agent Percival
Foto: Focus Features

Dem Darsteller gefiel die Unangepasstheit, Einstellung und Furchtlosigkeit des Drehbuchs und des zu Grunde liegenden Comicromans. „Das ist eine ganz andere Version von dem, was wir uns bisher unter dem Kalten Krieg vorgestellt haben“, meint McAvoy. „So viele unterschiedliche Interessen prallen hier auf engstem Raum aufeinander und alle Beteiligten kennen einander. Sie trinken mit ihren Feinden und schlafen wahrscheinlich auch miteinander. Es ist ein aufregendes, aber auch gefährliches Spiel. Aus Percival hat es einen fast selbstzerstörerischen Menschen werden lassen.“