Samstag, 19. August 2017, 19:48 Uhr

Die armselige Show der Sarah Knappik

Sarah Knappik gehört zu den zehn verbliebenen Bewohnern der diesjährigen Staffel von „Promi Big Brother“. Verachtung schlägt ihr leider nicht nur im Haus entgegen, sondern auch im Netz. Daran ist sie nicht ganz unschuldig.

Die armselige Show der Sarah Knappik
Foto: SAT.1

Die Liste der Leiden der ehemalige GNTM-Contestantin ist offenbar lang. Sehr lang. Zuletzt litt die Ich-Darstellerin ja sehr im Haus – angeblich unter Krämpfen und Übelkeit nach dem Verspeisen von Nougatcreme. Und sie wurde plötzlich von einem für die Zuschauer bis dato unbekannten weiteren Leiden befallen, als es am Freitagabend um eine Challenge in großer Höhe geht: „Ich kann das mit meinem Rücken nicht machen!“ Aha, der Rücken!*

Was ist die 30-Jährige eigentlich für eine Mimose? Die Ich-Darstellerin ist vor allem für ihr ziemlich lautes Mundwerk bekannt und bedient sich dabei nur allzugern bei sämtlichen zur Verfügung stehenden Superlativen, wenn es um die Beschreibung ihres Gemütszustandes geht. Wie schon einst beim Dschungelcamp sammelt sie eben auch bei ‚Big Brother‘ so die „krassesten Erfahrungen“ ihres Lebens.

Schon beim Einzug in das Big-Brother-Haus in Köln-Ossendorf ging das los, als sie nur eine bestimmte Anzahl von Dingen mit ins Haus nehmen durfte. „Das ist wirklich die schwierigste Entscheidung meines Lebens! Ohne Klamotten, das geht doch gar nicht! Das ist wie bei The Walking Dead! Das ist definitiv das härteste ‚Promi Big Brother‘ aller Zeiten!“ Und danach ging es Schlag auf Schlag. „Ich bin total fertig. Ich habe heute Morgen am ganzen Gesicht gezittert, ich dachte ich steig‘ aus. Ich bin todesübermüdet“, jammerte die Heulsuse beispielsweise, nachdem sie von Nacktperformerin Milo zurechtgewiesen wurde.

Doch die Drama-Queen wußte auch anderweitig zu schocken: „… dann erfahre ich drei Tage bevor ich hier reingehe, dass meine Mutter bösartigen Krebs hat“, beichtet sie nach Angaben der ‚Bild‘-Zeitung gegenüber Mitbewohner Willi Herren – dies allerdings nicht vor laufenden Kameras. „Das kommt mir immer wieder hoch. Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr jedes Jahr Angst um meine Mutter. Jedes Jahr immer wieder eine OP.“ Verwirrung pur. Also wie lange weiß sie denn nun von der Erkrankung ihrer geliebten Mutter? Drei Tage, bevor sie in die Show ging, oder seit 17 Jahren? Und warum macht sie dann überhaupt bei „Promi Big Brother“ mit?

Die armselige Show der Sarah Knappik
Foto: SAT.1

Im Sprechzimmer jammerte die Blondine an anderer Stelle: „Ich habe das Gefühl, dass ich meine Existenz, meine Familie, meinen Partner verloren habe. Ich möchte wirklich aussteigen.“ Wie jetzt? Ihr Partner Ingo Nommsen womöglich auch weg? Sarahs Problem ist hausgemacht: Viele Halbsätze ohne Hintergrund. Immer viel Bla bla und keine konkreten Erklärungen. An wem liegt’s An Sarah oder SAT.1?

Immer wieder beteuerte sie, das in der Show „alles real ist, Mann“ und fügte hinzu: “Nackter kann man sich nicht ausziehen. Wirklich jetzt. Ich hab einen Seelenstriptease vom Feinsten hingelegt“. Nur: Hat das jemand von ihr verlangt? Eloy bringt es auf den Punkt: „Du genießt die Opferrolle! Du schaffst es, 24 Stunden lang die Gemütlichkeit zu zerstören. Ständig versuchst du, im Mittelpunkt zu stehen, negativ oder positiv. Es ist wirklich anstrengend mit dir“.

Die armselige Show der Sarah Knappik
Foto: SAT.1

Im Interview mit SAT.1 sagte Knappik unmittelbar vor dem Einzug: „Mein letztes Projekt, bei dem ich 24 Stunden gefilmt worden bin, war 2011. Seitdem hat sich einiges bei mir getan. Für mich ist es spannend, wie ich die Situation diesmal meistern werde, weil ich auch älter geworden bin: erwachsener, reifer, entspannter und auch ein bisschen ruhiger.“ Nun, liebe Sarah: Nichts davon haben wir Zuschauer bisher davon bemerkt. Vielleicht ist es wirklich besser für sie, die restlichen Bewohner und auch die Zuschauer, wenn sie heute rausgewählt wird. (PV)

*) Nach Angaben der Bild-Zeitung erklärte ihr Pressebüro zu den Rückenbeschwerden: „Sie hat einen Bandscheibenvorfall, hat deswegen auch ein Extra-Kissen mit reingenommen.“