Montag, 21. August 2017, 22:20 Uhr

Filmkritik "Atomic Blonde" mit Charlize Theron: Tolle Stars, lausige Story

Am Donnerstag startet Charlize Theron als eiskaltes Blondchen „Atomic Blonde“ in den hiesigen Kinos. Wir haben den Film bereits gesehen.

Filmkritik "Atomic Blonde" mit Charlize Theron: Tolle Stars, lausige Story
Foto: Focus Features LLC.

Berlin 1989, November, Mistwetter. Ein britischer Geheimagent wird tot aufgefunden. Er hatte den Auftrag, eine Liste, auf der sämtliche Namen aller Spione stehen, aus Westberlin herauszubugsieren. „Aller Spione“ meint britische und deutsche. Der Leichnam wird sichergestellt, die Liste nicht. Dem MI6 geht die Muffe.

Gray (Toby Jones, 50, der Bösewicht aus „Sherlock „Der lügende Detektiv“) und Emmett Kurzfeld (John Goodman, 65, „The Artist“), ein CIA-Agent, der mit dem MI6 zusammenarbeitet, sitzen ratlos in London, bis ihnen einfällt, eine Topspionin hinterherzuschicken.

Lorraine Broughton (Charlize Theron, 41, „Mad Max: Fury Road“) soll es richten. In Berlin angekommen, trifft sie sich mit David Percival (exzentrisch und in absoluter Spiellaune: James McAvoy, 38, „Abbitte“), einem, auf den ersten Blick durchgeknallten Chaoten. Percival gehörte mal zum Geheimdienst, inzwischen säuft und verscherbelt er Zeugs quer durch Westberlin. Brouthon nimmt diesen Kontaktmann als ungepflegt, aufdringlich und unberechenbar wahr, aber er ist ein Anfang. Brougthon nimmt sich ein Zimmer, und von hier aus, startet sie ihre Versuche, dem Auftrag gerecht zu werden und zwar grundsätzlich in super stylischem Outfit.

Filmkritik "Atomic Blonde" mit Charlize Theron: Tolle Stars, lausige Story
Foto: Focus Features LLC.

Ausnahmslos perfekt angezogen, frisiert und sehr lässig streift sie durch die Straßen und Bars von Berlin. Charlize Theron wird sich über die gesamte Filmlänge andauernd mit sehr vielen bösen Männern herumprügeln und wiederum andere Spione richtig nett finden, wie Delphine (Sofia Boutella, 35, „Star Trek Beyond“, „Die Mumie“).

Das Berlin rund um den Mauerfall dient lediglich dem Lokalkolorit, das nicht mal eins ist: „Atomic Blonde“ wurde reichlich in Budapest gedreht.

Filmkritik "Atomic Blonde" mit Charlize Theron: Tolle Stars, lausige Story
Foto: Focus Features LLC.

So wie in „Atomic Blonde“ sah Berlin nie aus – aber Schwamm drüber, dafür ist der Soundtrack der 80er stimmig.

Fazit: Tolle Schauspieler, lausige Story. Möchtegern-Spionagethriller aus den Tagen des Mauerfalls nach dem Comic „The Coldest City“. (Katrin Wessel)