Donnerstag, 24. August 2017, 19:38 Uhr

Rekorde, Pannen und Kritik: "Game of Thrones"-Staffel geht zu Ende

Das war es schon wieder: Am Montag endet auf Sky die vorletzte Staffel der Kultserie „Game of Thrones“. Die sieben Folgen bestechen wie immer durch eine opulente Optik, Fans äußern aber auch Kritik.

Rekorde, Pannen und Kritik: "Game of Thrones"-Staffel geht zu Ende
Richard Dormer als Beric Dondarrion in einer Szene der Kultserie. Foto: Helen Sloan

Hollywoodreife Schlachten, fesselnde Dialoge und der schockierende Tod von Fanlieblingen: Auch die siebte und vorletzte Staffel der Fantasy-Saga „Game of Thrones“ hat ihre Anhänger in den Bann gezogen. An diesem Montag (20.15 Uhr) läuft auf Sky Atlantic HD die letzte der sieben Folgen.

Die aufwendige TV-Produktion, die auf den Romanen von US-Autor George R. R. Martin basiert, ist längst zu einem weltweiten Phänomen geworden. In den USA schalteten zur Premiere der aktuellen Staffel über zehn Millionen Menschen ein, der Rekord wurde später nochmal geknackt. Der Kurznachrichtendienst Twitter verzeichnete im ersten Halbjahr 13,8 Millionen Tweets zur Serie. Wie viele Nutzer in Deutschland über „GoT“ twittern, konnte das Unternehmen auf Anfrage nicht mitteilen.

Der Pay-TV-Sender Sky, bei dem die neuen Folgen bereits einen Tag nach der Erstausstrahlung bei HBO laufen, spricht von der erfolgreichsten Serie, die dort je gelaufen ist. Sechs Millionen Zuschauer haben dort zusammengezählt die bisherigen Folgen der Staffel im linearen Fernsehen (inklusive Wiederholungen) gesehen. Dazu kommen fast noch einmal genauso viele über Verbreitungswege wie Sky Go, Sky on Demand und Sky Ticket.

Die deutschen Fans können „GoT“ einen Tag später auch über Amazon Video, Maxdome oder iTunes schauen. Im klassischen Free-TV läuft die Erfolgsserie erst viel später auf RTL II.

In der dem Mittelalter angelehnten Serienwelt kämpfen mehrere Familienstämme um den „Eisernen Thron“ des Kontinents Westeros. Auch feuerspuckende Drachen und eine eiskalte Zombie-Armee mischen mit. Das begeistert auch deutsche Promis, die in ihren sozialen Netzwerken Bilder von sich vor dem Fernseher posten.

Fußballprofi Mario Götze von Borussia Dortmund gehört dazu. „Die Serie hat sehr komplexe Handlungsstränge, in denen eine wahnsinnig große Geschichte erzählt wird“, sagte der Nationalspieler der Deutschen Presse-Agentur und vergleicht das Format mit „Der Herr der Ringe“. Der 25-Jährige guckt sich die Episoden im Original mit englischen Untertiteln an, meist mit seiner Verlobten. „Ich finde, dass die englische Sprache authentischer ist und besser zu den Charakteren passt.“

Trotz des Hypes um die Serie hatte HBO in den vergangenen Wochen einigen Ärger. Zwei Folgen landeten schon vor der Ausstrahlung im Netz – durch Mitarbeiter eines indischen IT-Dienstleisters und einer Panne bei HBO Spanien. Außerdem stahlen Hacker Drehbücher und erpressten die TV-Bosse. Auch die Fans sind nicht alle rundum zufrieden mit den jüngsten Abenteuern ihrer Helden und monieren Logik-Löcher, vorhersehbare Plots und die Tendenz zum Mainstream.

Was bleibt? Das Finale der aktuellen Staffel hat mit 80 Minuten eine Rekordlänge und wird – davon gehen die Fans aus – das ein oder andere Opfer bringen. Die finalen sechs Episoden der Saga, die laut Schauspieler Nikolaj Coster-Waldau ab Oktober gedreht werden, laufen entweder 2018 oder erst 2019. Für die Zeit danach hat HBO auch schon vorgesorgt und plant mehrere Ablegerserien zu seinem Kassenschlager. (Thomas Bremser, dpa)