Donnerstag, 24. August 2017, 16:02 Uhr

Sarah Knappik: "Das ist mein Job. Was soll ich denn sonst machen?"

Heute Morgen war Ich-Darstellerin Sarah Knappik (30) beim Sat.1-Frühstücksfernsehen zu Gast, um über ihre „schwere“ Zeit im ,Promi Big Brother’-Haus zu sprechen.

Sarah Knappik: "Das ist mein Job. Was soll ich denn sonst machen?"
Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com

Neben ein paar sehr fragwürdigen Aussagen der 30-Jährigen, gab es dabei auch eine live vor den Fernsehkameras (wo auch sonst) zelebrierte rührende Wiedervereinigung mit der einstigen guten Freundin und später temporären Feindin Gina-Lisa Lohfink (30).

Das soll hier aber erst einmal nebensächlich sein. In erster Linie interessierte die Zuschauer nämlich nur eines: wie reagiert die Ex-‚Germany’s next Topmodel’-Teilnehmerin auf die ganzen öffentlichen Anfeindungen seit ihrem Auszug aus dem Haus und warum tut sie sich solche Formate trotzdem immer wieder an?

Dazu hatte die 30-Jährige zunächst folgendes zu sagen: „Das ist ja mein Job. Ich lebe ja davon. Das ist meine Arbeit. Was soll ich denn sonst machen? Ich habe mich irgendwann für diesen Weg entschieden und das war für mich das Richtige. Ich habe mich sehr auf das Big-Brother-Haus gefreut.“ Was für eine Schmierenkomödie!

Nun, verehrte Frau Knappik, diesen „Job“ wie Sie es nennen, haben Sie sich doch freiwillig ausgesucht und es hat Sie doch vermutlich auch keiner gezwungen, sich mit ihren Auftritten zum Gespött der Öffentlichkeit zu machen. Sie nennen es allen Ernstes „Arbeit“ einfach nur Sie selbst zu sein!? Was haben Sie eigentlich für eine Wahrnehmung von sich selbst und dem Begriff „Arbeit“?

Es wäre vielleicht auch tatsächlich angebracht, Ihre Vorstellung von „echter Arbeit“ einmal zu überdenken. Denn: Was für eine Art von Arbeit ist das denn, sich im TV freiwillig (und für vermutlich nicht gerade wenig) Geld für erbrachte oder nicht erbrachte „Leistungen“ im Promi-BB-Haus der öffentlichen Kritik der Mitbewohner und der Zuschauer auszusetzen?

Solch eine Aussage muss wirklich hart schuftenden Personen, die – wie heutzutage nicht selten üblich – vielleicht mehrere Jobs rund um die Uhr gleichzeitig haben, um sich und ihre Familien durchzubringen und von früh bis spät und auch am Wochenende ackern, verständlicherweise übel aufstoßen. Und am Ende können sich manche unter denen trotz echten Mobbings im Job auch nicht leisten zu kündigen.  Mehr noch: Diese gehen nämlich täglich körperlich und auch sonst bis an ihre Grenzen, bekommen aber nicht einmal in einem Jahr zusammengerechnet das Honorar, das Sie für etwas mehr als eine lächerliche Woche im ‚Promi Big Brother’-Haus erhalten!

Und Sie, verehrte Frau Knappik, sind schon nach neun Tagen Rumsitzen und überkandidelten Geschwätz in einem TV-Container fix und fertig?

Außerdem sei gefragt, welche Leistung Ihrerseits (aber auch die anderen Bewohner sollen hier natürlich nicht ausgenommen werden)  überhaupt ein Gehalt wie Ihres rechtfertigt? Die Produktion von heißer Luft? Der Grund ist doch der: Sie haben einfach nur Glück gehabt, das andere C- und Z-Promis einfach keinen Bock haben auf solch eine Show. Da bleiben eben nur Randfiguren übrig.

Wenn Sie das Auftreten in Reality-Shows ernsthaft als „Job“ bezeichnen: Was passiert mit Ihnen, wenn Sie irgendwann einmal alle Formate durchgemacht haben (und ganz danach sieht es ja nun aus)? Womit wollen Sie dann bitteschön Ihr Geld künftig verdienen? Immerhin müssen Sie die 37 Jahre bis zur Rente auch noch irgendwie überbrücken…

Dass Sie nun so vielfach in Tränen ausbrechen (und auch das wieder vor Fernsehkameras!) tut uns nicht wirklich leid. Es mag sein, dass Sie derzeit vertraglich verpflichtet sind, sich öffentlich zu äußern. Dann reißen Sie sich die paar Minuten zusammen! Sie tun sich damit wirklich keinen Gefallen. Sie gehören definitiv in Ihrer Verfassung ganz woanders hin – aber nicht vor Fernsehkameras.

Die inflationäre Nutzung von Superlativen bei der Beschreibung ihres zelebrierten persönlichen Leids in geht einem als Zuschauer allmählich auf den Geist. Wir erinnern an so grauenhafte Sprüche wie diesen aus dem Jahr: „Das war die schwierigste Dschungelprüfung von allen, auch von allen, die noch kommen.“ Sie bringen es ja sogar fertig, kommendes Leid auch noch zu prognostizieren! Und dies Geschwätz praktizieren Sie nun schon seit Jahren bei TV-Challenges dieser Art so – ohne auch nur einen einzigen Beleg dafür zu liefern, worin Ihr Lebens-Leid eigentlich konkret besteht.

„Ich bin so real wie nie in meinem Leben, das ist alles real, Mann!“, bekamen wir nun bei ‚Promi Big Brother‘ zu hören. Ein Satz, der ihre TV-Auftritte vollends entlarvt: Was, bitteschön, war das denn alles vorher, wenn es jetzt so real wie NIE zuvor war? Fake? Merken Sie wo es hakt…? Und stellen Sie sich doch bitte mal vor, Sie wären nicht mehr in der selbst verschuldeten Opferrolle? Was wäre denn dann noch von ihren TV-Auftritten noch übrig? Nix, was polarisieren könnte. Sie wären beliebig und austauschbar wie viele andere ihrer Zunft. Und Sie wären heute nicht im Frühstücksfensehen gelandet. So einfach ist das!

Und noch eines: Vermutlich haben Millionen andere Menschen mit ihren Augen nie zuvor so schlimme Dinge durchgemacht wie Sie selbst mit ihren 30 Lenzen durchmachen mussten. Dann leben Sie offensichtlich hinterm Mond. Glauben Sie wirklich, dass es Ihnen hilft, Ihre offensichtlichen privaten Probleme in der Öffentlichkeit auszubreiten? Wir wünschen Ihnen von Herzen gute Besserung! (CS)