Freitag, 25. August 2017, 9:50 Uhr

Charles Aznavour enthüllt mit 93 Stern auf dem "Walk Of Fame"

Charles Aznavour ist schon ein Weltstar, der jedenfalls bei unseren Eltern und Großeltern auch als „französischer Frank Sinatra“ bekannt ist. Jetzt ist der Sänger und Schauspieler – wie Sinatra auch – auch mit einem Stern in Hollywood verewigt.

Charles Aznavour enthüllt mit 93 Stern auf dem "Walk Of Fame"
Foto: Damian Dovarganes

Die 93-jährige französische Showlegende hat nun einen festen Platz in Hollywood. Am Donnerstag enthüllte der Chanson-Star auf dem Walk of Fame im Herzen der Filmmetropole Los Angeles die 2618. Sternen-Plakette. Auch ohne Gesangseinlage begeisterte der rüstige Sänger und Schauspieler die Schaulustigen am Hollywood Boulevard.

Vor Fotografen und Fans posierte Aznavour auf dem im Bürgersteig eingravierten Stern. In einer kurzen Rede verwies der 1924 als Sohn armenischer Einwanderer in Paris geborene Star auf seine Wurzeln. Es sei fantastisch, zwei Kulturen zu haben, sagte Aznavour auf Englisch.

„Französisch ist meine Arbeitssprache, aber meine Familiensprache ist immer Armenisch.“ Durch den Stern in Hollywood sei er nun auch „ein klein wenig kalifornisch“, scherzte der Sänger. Zudem habe er auch eine Tochter und Enkelkinder, die in Kalifornien wohnten. Der in dritter Ehe verheiratete Künstler ist Vater von sechs Kindern.

„Er ist einfach der Beste“, bescheinigte der US-Regisseur Peter Bogdanovich (78, „Die letzte Vorstellung“, „Paper Moon“) dem Ehrengast aus Paris. In seiner Gastrede lobte er Aznavour als „brillanten Sänger und brillanten Schauspieler“.

Charles Aznavour enthüllt mit 93 Stern auf dem "Walk Of Fame"
Foto: FayesVision/WENN.com

Der Weltstar, der mit Chansons wie „La Bohème“, „She“, „Du lässt Dich gehen“ oder „Yesterday When I Was Young“ berühmt wurde, hat in seiner mehr als 70 Jahre langen Karriere über 1000 Chansons komponiert und in Dutzenden Filmen mitgewirkt. Regiegrößen wie François Truffaut, Claude Chabrol oder Volker Schlöndorff holten den Künstler vor die Kamera.

Er ist auch für sein humanitäres Engagement, vor allem für Armenien, bekannt. 1993 wurde er vom Präsidenten der Kaukasusrepublik zum „Sonderbotschafter für humanitäre Aktionen“ ernannt, 1995 bestellte ihn die Unesco zum Sonderbotschafter für Armenien und 2009 wurde er armenischer Botschafter in der Schweiz. (dpa/KT)