Samstag, 02. September 2017, 20:13 Uhr

So kam Donald Trump zu "Kevin allein zu Haus"

Pünktlich zur Weihnachtszeit sitzen wieder Millionen von Kindern und auch Erwachsenen vor dem heimischen Fernseher und sehen sich „Kevin allein zu Haus“ an. In den 1990ern fand man die Szene mit Donald Trump im Einkaufszentrum vermutlich noch unfassbar lustig. Heute ist vielen Menschen das Lachen vergangen. Der Mann aus dem Film ist schließlich nunmehr US-Präsident.

So kam Donald Trump zu "Kevin allein zu Haus"
Fönwelle und orangene Haut: Donald Trump. Foto: Newspix.pl /WENN.com

Matt Damon (46) erzählte jetzt dem „Hollywood Reporter“, was hinter der heute wohl noch berühmten Mini-Szene steckt und warum Trump überhaupt in dem Film mitspielte. „Regisseur Martin Brest hat erzählt, dass Trump damals sagte, er könne nur Filme in seinem ‚Trump‘-Gebäude genehmigen, wenn er auch eine Szene darin bekommen würde. Damals ging es um den Film ‚Der Duft der Frauen‘. Und dann wurde ein ganzer Tag mit diesem Bullshit verwendet. Donald Trump geht ins Gebäude rein, Al Pacino sagt ‚Hallo, Mr. Trump‘ (er forderte, dass man ihn namentlich erwähnt) und dann geht er wieder raus.“ Offenbar wartete der Regisseur dann, bis alles abgesegnet war und schnitt die Trump-Szene dann raus.

Im zweiten Teil von „Kevin allein zu Haus“ wollte Trump auch mitmachen, der Regisseur ließ da die Szene dann aber wohl einfach drin. Matt Damon verriet damit wohl eines der letzten Geheimnisse der Filmindustrie. Aber sind wir mal ganz ehrlich – ohne diese Szene wäre der Film wahrscheinlich auch irgendwie nicht das, was es früher war und heute ist.

Der selbstverliebte Trump genoss aber auch andere Cameo-Auftritte in Serien und Filmen (siehe Video oben!)

Matt Damon äußerte sich in dem Interview außerdem zu den rassistischen Unruhen, die im August in Charlottesville ausbrachen und von Trumps Reaktion auf diese Gewalt. „Es war schockierend, diese Kinder zu sehen, die schon aussahen wie 20 oder 30, mit Hemd und Fackeln. Die gingen die Straße entlang und ich dachte nur ‚Die sind doch viel jünger als ich. Was hat sie dazu gemacht?‘ Ich habe naiverweise gedacht, dass unsere heutige Generation mehr Bewusstsein hat und dass sie es besser machen würden“.

So kam Donald Trump zu "Kevin allein zu Haus"
Foto: IPA/WENN.com

Damon erklärte weiter, dass er diese „armen, weißen, verletzten Jungen mit den Fackeln“ sah und sie geschrien hätten: „Juden werden uns nicht ersetzen!“. Es sei schockierend gewesen. Auch, wie US-Präsident sich dazu geäußert hätte, sei verabscheuungswürdig gewesen. „Ich bin sehr besorgt über den Zustand der Dinge hier. Der Schaden, der hier an unserem Land begangen wird – es ist schlimm, was er uns antut.“ (SV)