Sonntag, 03. September 2017, 16:57 Uhr

Die zehn größten Momente im Leben von Kanye West

Vor genau 12 Jahren erschien Kanye West (40) auf der großen Bühne der Musik-Welt. In über einer Dekade polarisierte kaum ein anderer Musiker so sehr wie er das Business. Ein Grund mehr zurückzuschauen und sich die Highlights, Errungenschaften und kontroversesten Momenten seiner Karriere noch einmal ins Gedächtnis zu rufen…

Die zehn größten Momente im Leben von Kanye West
Foto: Pacific Coast News/WENN.com

Im Gegensatz zu den meisten Rappern wurde Kanye West, der auch mit bürgerlichem Namen so heißt, 1977 in Atlanta in sehr bürgerlichen, intellektuellen Verhältnissen geboren. Seine Mutter war Uni-Professorin für Anglistik an der Clark Atlanta University. Nach der Trennung von Kanyes Vater zog die alleinerziehende Mutter mit ihrem kleinen Sohn in der Metropole Chicago. Der Musiker sagte selbst einmal über seine Kindheit und Jugend: „Während andere auf der Straße abhingen, war ich in der Mall shoppen.“ Seine Leidenschaft für Hip Hop und Beats entdeckte Kanye sehr früh. Denn schon im Alter von nur 13 Jahren schrieb er seinen ersten Song und baute seine ersten Beats.

In der Hip Hop Szene kennt man ihn aber schon viel länger als nur 12 Jahren. Denn auch wenn erst 2004 sein Debütalbum „The College Dropout“ erschien, arbeitete er schon seit Jahren mit den ganz großen Stars im Studio und hinter den Kulissen. So produzierte er maßgeblich die Tracks von Jay-Zs (47) Album „The Blueprint“ aus dem Jahr 2001, das in den USA Doppel-Platin erhielt und drei Wochen auf Platz 1 der Album-Charts stand.

Aber nun genug von seinen Anfängen. Hier sind die zehn Momente von Kanye West aka Yeezus, die für immer unvergessen bleiben werden!

Grammy-Verleihung 2004 – Seiner ersten drei (!) Grammys

Man kann es kaum glauben, aber Kanye West hat 21 Grammys zu Hause und war ganze 68 Mal nominiert. Nur zum Vergleich, Beyonce (35) hat 22, Adele (29) hat 15 und Taylor Swift (27) hat zehn Awards. Allein mit seinem ersten Album gewann er drei Trophäen, unter anderem „Bestes Rap-Album“. Und schon ganz frisch im Rampenlicht hatte er einen gewissen Ruf und auch schon den gleichen Humor. „Jeder dachte sich, er wird sicher ausflippen. Was wird es machen. Jeder wollte wissen, was werde ich machen, wenn ich nicht gewinne? – Das werden wir wohl nie erfahren.“

Spendenmarathon 2005 für die Opfer von „Hurricane Katrina“

Der damals gerade erst bekannt gewordene Rapper sammelte zusammen mit Schauspieler Mike Myers (54) und anderen Stars Geld für die Opfer von Hurricane Katrina. Das war ein schrecklicher Orkan, der im Sommer 2005 die Stadt New Orleans fast komplett überschwemmte, ähnlich wie jetzt Hurricane Harvey die Stadt Houston. Kanye konnte seine Entrüstung nicht zurückhalten und sagte den berühmten Satz „George Bush sind schwarze Menschen egal.“ Er entschuldigte sich später für diese pauschale Aussage, nichtsdestotrotz verstand man seinen Punkt.

EMAs 2006 – Kanye stürmt die Bühne 1.0

Viele denken, dass der „Taylor Swift“-Zwischenfall das erste Mal war, bei dem Kanye auf die Bühne stürmte und sich lautstark beschwerte. Das ist aber nicht wahr. Schon bei den EMAs 2006 zog er genau diese Nummer ab. Er war in der Kategorie „Bestes Video“ zwar nominiert, der Preis ging aber an „Justice vs Simian“ mit deren Song „We Are Your Friends“.

Der Rapper ging wutentbrannt auf die Bühne. „Ich hatte Pamela Anderson in meinem Video….Wenn ich nicht gewinne, verliert diese Award-Show an Glaubhaftigkeit.“  Lächerlich, aber ganz sicher kalkuliert. Bescheidenheit gehörte noch nie zu seinen Stärken.

VMAs 2009 – Kanye West stürmt die Bühne 2.0 

Dieser Moment ging in die Geschichte ein. Die noch sehr junge Taylor Swift gewann ihren ersten (!) VMA-Award. Die Pop-Country-Sängerin war sichtlich gerührt, bis Mr.West auf die Bühnen stürmte, ihr das Mikro aus der Hand nahm und sagte, dass Beyonce den Preis hätte gewinnen sollen. Autsch! Der Mann weiß, wie man Schlagzeilen produziert und im kollektiven Gedächtnis bleibt.

2013 Musikvideo „Bound 2“

Ist das ernst gemeint oder soll das eine Parodie auf David Hasselhoff (65) sein? Tatsächlich geht das Konzept in diese Richtung. Denn der Musiker verwendet „typisch amerikanische“ Motive, wie Route 66, den Grand Canyon und freie Pferde, die durch die Steppe laufen, wie in der Malboro-Werbung. Wir assoziieren diese Bilder aber mit weißen Männern und eben nicht mit Schwarzen. V

erstanden haben das aber nur die Wenigsten, ergo fühlte sich Kanye mal wieder in seinem Genie missverstanden.

2015 Schuhe des Jahres- Dankesrede

Egal, was er anfasst, es wird zu Gold. Kanye designte erst Sportklamotten für Nike und wurde dann von dessen Erzfeind Adidas abgeworben. Seine „Yeezy“-Schuhe sind seit Jahren die begehrtesten auf dem Markt und trotz enormer Preise gehen die Treter weg wie geschnitten Brot. Jede Kollektion ist innerhalb von wenigen Stunden komplett ausverkauft und jedes Teil wird damit sofort zum Sammlerstück.

2015 Seltsamer Auftritt bei Ellen DeGeneres

Bei diesem Auftritt 2015 zeichnet sich schon mehr und mehr ab, dass in Kanyes Kopf irgendwas nicht stimmt. Er zieht seltsame Fratzen, antwortet nicht auf die gestellten Fragen, sondern springt irgendwann einfach aus dem Sessel und schreit „Ye, ist am Start“. Nur wenige Monate später folgte dann auch der Nervenzusammenbruch auf der Bühne.

VMAs 2015 – Kanye for President 2020?

2015 wurde der Musiker mit dem „Michael Jackson Video Vanguard Award“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Bei seiner sieben-minütigen Dankesrede droppte er dann die Bombe. „Wie ihr euch alle wahrscheinlich schon gedacht habt, habe ich mich dazu entschlossen, 2020 als US-Präsident zu kandidieren.“. Ähm, um genau zu sein, hat das niemand auch nur im Entferntesten kommen sehen!

November 2016 – Zusammenbruch beim Konzert in Sacramento

Eigentlich sollte Kanye mit seinem neuen Album „The Life of Pablo“ auf große Welt-Tournee gehen. Dazu kam es aber nach dem Zusammenbruch auf der Bühne in Sacramento nicht mehr. Der Musiker redete über 15 Minuten davon, dass Kollege Jay Z (47) keine Killer nach ihm schicken soll, dass Drake (30) die Radios besticht und so weiter. Alles ein bißchen irre.

Dezember 2016 – Treffen mit Donald Trump

Damit hatte auch wirklich niemand gerechnet, Kanye West trifft sich mit Donald Trump (70) in New York City. Nach eigener Aussage sprachen die beiden über das Bildungssystem in den USA. Nach nur wenigen Wochen im Amt zog der Rapper seine öffentliche Unterstützung für den Präsidenten aber wieder zurück. Seine Ehefrau Kim Kardashian (36) sagte diese Woche sogar gegenüber der Harper´s Bazaar Arabia: „Jeder könnte das Land besser regieren. Meine kleine Tochter könnte es besser.“