Donnerstag, 07. September 2017, 20:46 Uhr

Donald Sutherland: Einen Ehren-Oscar für die Filmlegende

Donald Sutherland erhält einen Ehren-Oscar. Der 82-Jährige spielte in einigen zahlreichen Hollywood-Filmen mit, darunter ‚Eine ganz normale Familie‘ (1980) und dem ‚The Hunger Games‘-Franchise (2012-2015). Doch trotz seiner beeindruckenden Karriere konnte er noch keine Nominierung des begehrten Awards einheimsen.

Donald Sutherland: Einen Ehren-Oscar für die Filmlegende
Foto: IPA/WENN.com

Nun entschied sich das Gremium der ‚Academy of Motion Pictures Arts and Science‘, dem Schauspieler für seine Mitwirkung in der Filmindustrie zu ehren. Der neue Präsident der ‚Academy‘, John Bailey, erklärt gegenüber ‚The Hollywood Reporter‘: „Am Anfang meiner Karriere war ich Kameramann bei ‚Eine ganz normale Familie‘. Ich erinnere mich daran, als die Nominierungen bekannt gegeben wurden und wie schockiert ich war, dass Donald keine bekommen hatte – und ich war seitdem einige Male schockiert. Wenn man auf die unglaubliche Vielfalt seiner Arbeit schaut und die Menge an Regisseuren, mit denen er gearbeitet hat und [dann auf die Tatsache], dass er nie nominiert wurde.“

Neben Sutherland wird außerdem Drehbuchautor und Regisseur Charles Burnett, Kameramann Owen Roizman sowie Regisseur Agnes Varda mit einem Ehren-Oscar im November bei den ‚Governors Awards‘ ausgezeichnet.

„Für Donald ist es mehr als angemessen, dass er geehrt wird. Genauso wie es viele Gründe gibt, warum Charles Burnett ausgezeichnet wird, ein Regisseur, der Jahrzehnte lang unter dem Radar gearbeitet hat, der aber gleichzeitig sehr viel Einfluss hatte. Nicht nur für afro-amerikanische Filmemacher, sondern auch für Independent-Filmemacher. Und er ist immer noch sehr aktiv.“

Burnett ist vor allem für seine Dramatisierung des afro-amerikanischen Lebens mit ‚Killer of Sheep‘ (1978) bekannt geworden. Seitdem arbeitete er an einigen Dokumentationen, darunter ‚American Becoming‘ (1982) und ‚Nat Turner: A Troublesome Property‘ (2003). Der Kameramann Owen Roizman hatte bei mehreren oscarnominierten Filmen seine Hände im Spiel, unter anderem ‚Der Exorzist‘ (1973) und ‚Tootsie‘ (1982). Von Varda, einem belgischen Regisseur, kennt man einige Dokumentationen wie ‚Visages, villages‘ (2017), das auf dem diesjährigen ‚Telluride Film Festival‘ gezeigt wurde.