Donnerstag, 07. September 2017, 12:50 Uhr

Jay Z: Song über seine lesbische Mutter

Rapper Jay Z wurde von der Sexualität seiner Mutter für seinen Song ‚Smile‘ inspiriert. Gloria Carter verrät, dass der Rapper in Tränen ausbrach, als sie ihm erzählte, dass sie eigentlich lesbisch sei.

Jay Z: Song über seine lesbische Mutter
Foto: WENN.com

Der Gefühlsausbruch rührte aber nicht daher, dass er das schlimm fand, sondern daher, dass es ihm leid tat, dass seine Mutter so lange Zeit dazu gezwungen war, ein Doppelleben zu führen. Dieses Geständnis beeinflusste schließlich einige Lieder auf Jay-Zs neuem Album ‚4:44‘. In ‚Smile‘ heißt es zum Beispiel: ‚Mama hatte vier Kindern, aber sie ist eine Lesbe/ musste so lange vorgeben, eine Schauspielerin zu sein‘.

Im Interview mit dem Podcast ‚D’USSE Friday‘ sagt Gloria über die Single: „Ich habe es ihm einfach irgendwann gesagt: ‚Das ist, wer ich noch bin, außer deine Mutter zu sein. Das ist das Leben, das ich lebe.‘ Und mein Sohn fing an zu weinen. Weil er sagte: ‚Das muss ein schreckliches Leben gewesen sein, Mama.‘ Und ich sagte: ‚Mein Leben war nie schrecklich. Es war einfach anders.‘ Und das hat ihn dazu veranlasst, einen Song darüber zu schreiben.'“

Dafür, dass sie lesbisch ist, habe sie sich aber niemals geschämt. Es sei lediglich ein Thema gewesen, über das in ihrer Familie nicht gesprochen wurde. Eines Tages sei sie es aber leid geworden und sie habe beschlossen, sich ihrer Familie zu öffnen. Dies sei eine große Erleichterung gewesen, weil sie sich nun nicht mehr über die Meinung anderer Menschen Gedanken machen müsse: „Jetzt, wo ich es erzählt habe, worüber könnt ihr noch reden? Jetzt könnt ihr euch vielleicht auf die phänomenalen Dinge fokussieren, die ich tue, also konzentriert euch darauf… Für mich ist es jetzt an der Zeit, frei zu sein.“