Donnerstag, 07. September 2017, 19:58 Uhr

Prinz George: Was ist denn das für eine Schule, in die er nun geht?

Prinz George musste seinen ersten Vorschultag ohne seine Mutter Kate Middleton erleben. Die Herzogin war leider zu krank, um ihren Ältesten in die St Thomas’s-Schule im Londoner Stadtteil Battersea zu begleiten (wir berichteten).

Prinz George: Was ist denn das für eine Schule, in der er nun geht?
Mit einem etwas ernstem Gesicht startet Prinz George seine Schulkarriere. Foto: Richard Pohle/The Times

Da sie aufgrund ihrer dritten Schwangerschaft an schlimmer Morgenübelkeit leidet, begleitete lediglich Prinz William seinen Sohnemann zum Unterricht. Auf dem Schulgelände trafen die Royals auf Direktorin Helen Haslem, die dem Vierjährigen zur Begrüßung die Hand schüttelte.

Der kleine Prinz wirkte sichtlich scheu, als er auf seine Schulleiterin traf und zeigte sich sehr schüchtern. Dem Anlass entsprechend war er in die blaue Uniform der Privatschule gekleidet und trug kurze Hose, Hemd, Pulli und dunkle Schuhe. Die Bilder wurden vom Kensington Palace selbst geteilt. Nur ein Kameramann und ein Fotograf durften die Szene ablichten.

Dazu hieß es: „Prinz George kommt an seinem ersten Schultag an der St Thomas’s Battersea-Schule mit seinem Vater, den Herzog von Cambridge, an… Ihre Königlichen Hoheiten wurden von der Schulleiterin der Vorschule in Empfang genommen, bevor der Herzog Prinz George hinein in das Empfangs-Klassenzimmer gebracht hat.“ Damit sich George möglichst schnell einlebt und wohlfühlt, wird er seinen royalen Titel in der Schule ablegen und jedem als „George Cambridge“ vorgestellt werden. Seine Klassenkameraden sind jedoch wohl sowieso an bessere Kreise gewohnt, schließlich kosten die Schulgebühren pro Jahr umgerechnet 20.000 Euro.

Dafür gibt es in dem altehrwürdigen Gebäude unter anderem drei Versuchslabore, Sportstätten, einen Raum zum Töpfern, zwei Büchereien und auch veganes Mittagessen. Insgesamt pauken dort 560 Mädchen und Jungen im Alter von 4 bis 13 Jahren. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Musik, Französisch und Ballett.

Prinz George: Was ist denn das für eine Schule, in der er nun geht?
Schulleiterin Helen Haslem begrüßt George – Papa trägt den Ranzen. Foto: Richard Pohle/The Times

Die Privatschule ist bei Prominenten sehr begehrt. Spätere Supermodels, Musiker und Schauspieler haben dort schon gebüffelt. Viele Eltern stehen Schlange, um ihren Nachwuchs hier anzumelden. Das Besondere an der Schule: Sie setzt nicht auf Drill, sondern will soziale Werte vermitteln – Freundlichkeit und Toleranz, aber auch die Fähigkeit zu führen. Die Schüler müssten ermuntert werden, „aus der Menge aufzustehen“ und auch mal „unpopuläre Entscheidungen“ zu riskieren, so die Schulregeln. George ist der dritte in der Thronfolge, nach Großvater Charles (68) und Vater William.

Der frühere Leiter der Schule im Stadtteil Battersea, Ben Thomas, hofft, dass George lernt, er selbst zu sein – „mit allen Launen, Eigenarten und Eigenschaften“. Das sei das Ziel der ersten Schuljahre für alle Mädchen und Jungen: Selbstvertrauen aufzubauen.

Experten bezeichnen in einem Ratgeber zu Schulen diese Bildungsstätte als „groß, emsig und ein bisschen chaotisch“. Sie sei ideal geeignet für „Kinder kosmopolitischer Eltern“, die die beste englische Erziehung für ihren Nachwuchs haben wollen. Dass Prinz William und die Herzogin von Cambridge ihren Sohn auf diese Schule schicken, darf also auch durchaus als Zeichen für Modernität gewertet werden.

George auf Auslandsreisen mitzunehmen wird künftig angesichts des Schulunterrichts nicht mehr so einfach sein. Der Junge und seine Schwester Charlotte (2) gelten als Geheimwaffe der Queen in schwierigen Brexit-Zeiten. Auch bei ihrem Deutschland-Besuch wirkten die Kleinen in diesem Sommer als kleine Herzensbrecher. (Bang/dpa)