Montag, 11. September 2017, 19:22 Uhr

Langston Uibel in Kinokomödie "High Society"

Langston Uibel gehört zur Garde der ganz jungen Schauspieler. Der 1998 in London geborene junge Mann lebt erst seit 2006 in Berlin, wo er seine bilinguale Schulbildung auf einem deutsch-englischen Gymnasium fortsetzte.

Langston Uibel in Kinokomödie "High Society"
Langston Uibel und Co-Star Jannis Niewöhner bei der ‚High Society‘-Premiere. Foto: AEDT/WENN.com

2007 bekam er eine Nebenrolle in „Space Racer“ der Wachowski-Geschwister, es folgten Rollen in „Hanni & Nanni 3“ und in dem Drama „Freistatt“. Nun folgt die neue Kinokomödie „High Society“ (Kinostart am 14. September).. klatsch-tratsch.de hat mit ihm geplaudert.

War der Spagat zwischen Drama und Komödie nach den Dreharbeiten zum Kinodrama „Freistatt“ schwer für dich?
Das stimmt! Unterschiedlicher könnten zwei Kinofilme nicht sein! Das war aber eher spannend als schwer. Wir hatten einfach eine gute Zeit und es war schön sich mit so tollen Kollegen und mittlerweile Freunden einzureihen.

In „High Society“ geht es um eine junge Frau die von einem Tag auf den anderen ihr unbeschwertes Luxusleben aufgeben muss. Deine Filmfigur Siddharta Schlonz hingegen weiß ein bescheidenes Leben zu führen. Was hat dich an der Rolle gereizt?
Einer der größten Reize war, dass die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker nicht mit billigen Klischees arbeitet. Alle Rollen sind alles andere als stereotypisch besetzt worden. Die jeweiligen Schauspieler machen die Rolle zu ihrer und sehen nicht schon zwangsläufig so aus wie ihre Figur vielleicht aussehen würde.

Du hast schon sehr früh mit der Arbeit als Schauspieler begonnen und spielst seit beinahe 10 Jahren – war der Schauspielberuf für dich ein Kindheitstraum?
Ja total! Es war für mich immer wie Sport. Ich konnte meine ganze überschüssige Energie für spannende Rollen benutzen. Ich bin bis heute sehr dankbar dafür.

Langston Uibel in Kinokomödie "High Society"
Foto: Warner Bros.

Du wurdest 1998 in London geboren, wie kam es dazu, dass Berlin zu deiner neuen Wahlheimat wurde?
Ich bin als Deutscher in London geboren und habe mit meiner Mutter immer Deutsch und mit meinem Vater immer Englisch gesprochen. Im Sommer 2006 haben meine Eltern entschieden nach Berlin zu ziehen. Das war das Beste, dass mir je hätte passieren können. Hier habe ich unter anderem meine Liebe zum Schauspiel entdeckt!

Wie bist Du eigentlich zum Film gekommen?
Nachdem ich meinen allerersten Film “The String Puppet” gedreht habe, hatte ich kleine Rollen in “Speed Racer” und „Hanni & Nanni 3”. Es war dann auch die Kindercoachin von Hanni & Nanni, die mir den Impuls gegeben hat es mit dem Schauspielen richtig ernst zu nehmen. Da bin ich ihr bis heute sehr dankbar.

Langston Uibel in Kinokomödie "High Society"
Foto: AEDT/WENN.com

Du spielst auch Theater, wo siehst Du Deine Zukunft? Bühne oder Film?
Neben dem Film habe ich in den letzten Jahren im Theater als Gast gespielt. Zuletzt in “Herr der Fliegen“ am Deutschen Theater in Berlin. Es ist etwas sehr besonderes aber ich komme vom Film und denke ich könnte nicht ohne. Theater will ich mir aber auf jeden Fall beibehalten und habe aktuell auch ein Angebot. Es reizt mich dann doch immer wieder sehr…

Was glaubst du, macht Dich besonders?
So blöd es klingt: Ich bin wie ich bin. Für mich gehört zum Erwachsenwerden dazu, immer ehrlicher zu werden vor allem zu sich selbst. Wenn ich nicht gut drauf bin, warum dann so tun? Und anders herum, wenn ich sehr gut drauf bin, bekommt ihr es mit!

Im September feiert neben ‚High Society‘ auch dein Food Truck Projekt Premiere – was steckt hinter Eurem Freundschaftsprojekt?
Es ist so schön mit meinen fünf Schulfreunden, die ich sehr schätze, solch ein riesen Projekt auf die Beine zu stellen. Wir wussten wir müssen zusammen etwas schaffen, das bleibt. Ab September wird unser Foodtruck „Yamen Ramen“ auf den Straßen Berlins unterwegs sein und leckere Ramennudeln anbieten. Ich freue mich schon sehr!