Dienstag, 19. September 2017, 23:05 Uhr

Bald im Kino: Heute vor 26 Jahren wurde Ötzi gefunden

Am 19. September 1991 wurde der weltbekannte Ötzi im Schnalstal in Südtirol entdeckt. Genau dort wurde im letzten Jahr – 25 Jahre nach dem Sensationsfund – der Spielfilm ‚Der Mann aus dem Eis‘ von Regisseur Felix Randau mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle gedreht.

Bald im Kino: Heute vor 26 Jahren wurde Ötzi gefunden
Foto: Martin Rattini

„Happy anniversary, Ötzi: 25 Jahre später sind wir immer noch von dem Iceman besessen“, schrieb The Washington Post im September 2016.

Nun jährt sich der Fund der berühmten Gletschermumie einmal mehr und am 30. November kommt der erste, aufwändig produzierte Spielfilm, der in spektakulären Cinemascope-Bildern vom ältesten ungelösten Mordfall der Menschheitsgeschichte erzählt, in die Kinos.

Jürgen Vogel, der die Hauptrolle spielt, zu „Ötzi“ und seiner ungewöhnlichen Rolle befragt, sagte, „der Rundgang durch die Ausstellung in Bozen rund um den Ötzi sei total faszinierend, „weil einem diese Zeit und Ötzis Leben sehr anschaulich vermittelt wird. Als ich ihn aber so gesehen habe, musste ich allerdings auch denken, nun ist er so alt über 5300 Jahre und liegt immer noch dort, wo Menschen ihn anschauen können. Ob er jemals seine Ruhe findet? Und dann ist der so klein.“

Scherzend fügte der Berliner Star hinzu: „Da wusste ich, warum mir die Rolle angeboten wurde.“

Bald im Kino: Heute vor 26 Jahren wurde Ötzi gefunden
Foto: Martin Rattini

Ötzi wurde vor 5300 Jahren ermordet

Vor 5300 Jahren überquerte Ötzi das Tisenjoch im Südtiroler Schnalstal, wurde dort ermordet und sein Körper wurde auf natürliche Weise im Eis konserviert. 1991 fanden zwei Wanderer den „Mann aus dem Eis“. Sein Körper liefert immer wieder neue Erkenntnisse über das Leben unserer Vorfahren. Doch was zu seinem gewaltsamen Tod führte, das bleibt bis heute ein Geheimnis.

Jürgen Vogel erweckt diesen Menschen aus der Steinzeit, eindrucksvoll zum Leben. In weiteren Rollen sind Susanne Wuest, André M. Hennicke, Sabin Tambrea, Martin Augustin Schneider, Violetta Schurawlow und eine Legende des italienischen Kinos, Franco Nero zu sehen. Zusammen mit einem Sprachforscher hat Felix Randau für den Film eine eigene Sprache entwickelt, die an die Urform des Rätischen angelehnt ist. Einzigartig ist, dass die Dialoge im Film nicht übersetzt werden und dennoch für die Zuschauer weltweit verständlich sind.

Bald im Kino: Heute vor 26 Jahren wurde Ötzi gefunden
Foto: Martin Rattini