Mittwoch, 20. September 2017, 16:55 Uhr

Florian Lukas und die Ratten von Berlin

Für ihren Beruf müssen Schauspieler manchmal über ihre persönlichen Grenzen hinausgehen. Florian Lukas ist ein Beispiel dafür.

Florian Lukas und die Ratten von Berlin
Foto: rbb/ARD Degeto/Julia Terjung

Florian Lukas (44) hat eine „Ratten-Macke“. Trotz seiner Angst vor den Nagern stand der Schauspieler für seinen neuen Film „Der König von Berlin“ mit zahlreichen Ratten vor der Kamera. „Das sind komische Viecher. Ich mag die nicht“, sagte Lukas („Weissensee“, „Good Bye, Lenin!“) der Deutschen Presse-Agentur. „Beim Dreh hab ich gesagt: Ich werde die Ratten nicht anfassen können und ich werde auch nicht in engen Räumen mit ihnen sein können. Es gibt eine Szene in der Kanalisation, in der überall Ratten rumsitzen – das habe ich nicht lange ausgehalten“, so Lukas.

Satirische Krimikomödie „Der König von Berlin“

In „Der König von Berlin“ spielt er den Ermittler Carsten Lanner aus dem niedersächsischen Cloppenburg, der in der Hauptstadt den Tod des Chefs einer Schädlingsbekämpfungsfirma aufklären will. „Seit Ende der Dreharbeiten sehe ich überall in Berlin Ratten – auf der Straße am helllichten Tag“, so Lukas. „Aber das ist wahrscheinlich nur, weil sich der Blick geschärft hat. Als Normal-Berliner nimmt man die Hundekacke und die Ratten einfach nicht mehr so wahr.“

Das Erste zeigt die satirische Krimikomödie „Der König von Berlin“ am Samstag (23.9.) um 20.15 Uhr.

Der im Sommer 2016 in der Hauptstadt gedrehte Fernsehfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Horst Evers. Lars Kraume, Gewinner des Deutschen Filmpreises 2016, führte Regie und schrieb das Drehbuch. Zu den Darstellern gehören auch Carmen-Maja Antoni, Michael Hanemann, Hendrik Arnst, Uke Bosse sowie in einer Gastrolle Horst Evers. Drehorte waren u. a. das Rote Rathaus, Fort Hahneberg, die TU Berlin, der Hauptbahnhof und ein stillgelegter U-Bahnhof am Innsbrucker Platz.

Und darum geht’s

Voller Vorfreude lässt sich der junge und ehrgeizige Kommissar Carsten Lanner (Florian Lukas) für eine Fortbildung aus dem niedersächsischen Cloppenburg nach Berlin versetzen. Allerdings hat er nicht mit der ausgesprochenen Chuzpe der Berliner und vor allem der schroffen Art seiner Kollegen gerechnet, die ihn keinesfalls mit offenen Armen empfangen. Und so schlittert er mehr zufällig als gewollt kurz nach seiner Ankunft in Berlin in seinen ersten Fall.

Florian Lukas und die Ratten von Berlin
Foto: rbb/ARD Degeto/Julia Terjung

Erwin Machalik (Carl Heinz Choynski), Inhaber einer renommierten Firma für Schädlingsbekämpfung, wird tot aufgefunden. Während Kriminalhauptkommissar Kolbe (Max Hopp) sofort von Selbstmord ausgeht, wittert Lanner Mord. Fortan legt Kolbe Lanner nur Steine in den Weg und lässt ihn auflaufen. Seine junge Kollegin Carola Rimschow (Anna Fischer) himmelt Lanner an und steht ihm hilfreich zur Seite. Doch beiden bleibt nicht viel Zeit, den Mord aufzuklären.

Unter der Stadt braut sich schon ein Unheil zusammen, das Machalik vor seinem Ableben in einem „Vermächtnis“ angekündigt hat: Eine ungeheure Rattenplage bedroht Berlin.

Florian Lukas und die Ratten von Berlin
Foto: rbb/ARD Degeto/Julia Terjung

Bürgermeister Koppelberg (Uwe Preuss) ist verzweifelt. Machaliks bräsige Söhne Max (Rüdiger Klink) und Helmuth (Daniel Zillmann), die nach seinem Tod die Firma übernehmen, kommen als Problemlöser nicht in Frage. Da bringt Machaliks clevere Chefsekretärin Claire Matthes (Monika Hansen) ihren Sohn Toni Matthes (Marc Hosemann), einen Kammerjäger erster Güte, ins Spiel. Lanner und Carola kommen bei ihren Ermittlungen schon bald der mysteriösen Verbindung MaMMa auf die Spur, die die Stadt mit ihren geheimen Machenschaften in Politik und Wirtschaft seit Jahren im Griff hat. Und dabei spielen die Ratten eine nicht unwesentliche Rolle …

Florian Lukas und die Ratten von Berlin
Foto: rbb/ARD Degeto/Julia Terjung