Sonntag, 24. September 2017, 19:24 Uhr

Judi Dench kann kaum noch was erkennen

Judi Dench gehört zu den größten Schauspielerinnen Großbritanniens. Eigentlich müsste sie vor Selbstbewusstsein nur so strotzen, aber die Lady hadert häufig mit ihrer Darbietung.

Judi Dench kann kaum noch was erkennen
Foto: Mario Mitsis/WENN.com

Dench (82), der 1988 der Adelstitel Dame verliehen wurde, erkennt im Filmgeschäft einen Makel. „Ich bin oft nicht zufrieden mit mir“, sagte die britische Schauspielerin der „Bild am Sonntag“. „Im Theater kann man es am nächsten Tag besser machen – im Kino nicht.“ Es sei schmerzhaft, wenn man bei Szenen denke, man hätte sie im Nachhinein anders gespielt.

Schwere Augenkrankheit

Dench geht übrigens auch sehr offen mit einer schweren Augenkrankheit um. Seit ein paar Jahren könne sie keine Drehbücher mehr lesen: „Jemand liest sie mir vor. Schon auf dem Filmplakat kann ich kaum was erkennen. Ich denke mir: Dieser schwarze, dicke Klecks mit etwas Weißem drauf, das muss wohl ich sein. Ich muss lernen, mich anzupassen. Etwas anderes bleibt mir ja nicht übrig.“

An der Rolle der James-Bond-Chefin „M“, die sie zwischen 1995 und 2012 siebenmal mimte, gefiel ihr, dass sie „geistreich und witzig“ geschrieben sei und sie damit die Freunde ihres Enkels beeindrucken konnte: „Die Jungs haben mich nur mit großen Augen angestarrt. Und ich sagte: ‚Ja, ich bin’s wirklich! Und wenn du einen falschen Schritt machst, bist du fällig, dann bring ich dich hinter Gitter.'“

Ab 28. September ist Dench in dem Drama ‚Victoria & Abdul‘ zu sehen. (dpa/KT)