Donnerstag, 28. September 2017, 18:20 Uhr

Musikvideo: Alexander Hirsch und Marathonstar Philipp Pflieger

Unser Newcomer-Tipp der Woche: Der Weg des Wahlhamburgers Alexander Hirsch beginnt in einem Pfarrhaus auf dem Land. Mit sieben spielte er Klavier und Gitarre und sang mit der Mutter im Chor. Als Teenager ist er Schlagzeuger in einer Punkband.

Musikvideo: Alexander Hirsch und Marathonstar Philipp Pflieger
Foto: Motor Entertainment

„Dass ich einen künstlerischen Weg einschlagen werde, war mir schon immer klar, aber wie das funktionieren sollte, wusste ich lange nicht“, sagt Hirsch. Er machte sich auf die Suche, zog nach Leipzig, wo er Musikwissenschaft und Germanistik studierte.
Das Album „Hier draußen“ (Album kommt am 17. November 2017) hat Hirsch mit seinen Musikern in dem Hamburger Ton Hotel Studio aufgenommen und selbst produziert.

„Eine leichte Entscheidung war das nicht“, sagt er. Der ziemlich treibende Song „Lauf Junge“ ist gerade erschienen während der Aufnahmen entstanden. „Er sollte mir Mut machen, darauf zu vertrauen, dass ich keinen Produzenten brauche, dass ich das kann, genau das rausbringen, was schon lange in mir gärt.“

Video mit Marathonstar Philipp Pflieger

Das Video zum Song drehte Hirsch gemeinsam mit einem der erfolgreichsten deutschen Marathonläufer, Philipp Pflieger, kürzlich auf Lanzarote. Pflieger, der zuletzt bei den Olympischen Spielen in Rio lief und am letzten Sonntag beim Berlin-Marathon völlig überraschend schwer entkräftet kurz vorm Ziel scheiterte*, läuft hier durch eine karge Vulkanlandschaft.

Und Hirsch singt dazu: „Das ist dein Weg und er ist weit, und jetzt gerade schwer, dann puste durch und nimm dir die Zeit.“

Musikvideo: Alexander Hirsch und Marathonstar Philipp Pflieger
Foto: Promo

Alexander Hirsch macht die Musik, die viele in den Charts gerade machen wollen, nur ist Hirsch kein großes Team, kein Major, keine Marketing-Strategie. Er ist er. Einfach ein Junge und seine Geschichte – und die läuft ab jetzt.

*) Übrigens: Philipp Pfleger hat seinen Retter vom Sonntag gefunden. Ein bisher unbekannter junger Mann hatte ihn beim Berlin-Marathon kurz vor einem Kollaps aufgefangen und so möglich schlimmeres verhindert. Auf Facebook schrieb der 30-Jährige nach einem von ihm initiierten Aufruf: „Wir haben es geschafft. Clemens und ich hatten vorhin Gelegenheit das erste Mal seit dem #BerlinMarathon zu sprechen und ich mich bei ihm für seine Hilfe zu bedanken. Dafür danke ich euch, denn was ihr da in Gang gebracht und unterstützt habt, war der helle Wahnsinn!“