Donnerstag, 28. September 2017, 13:26 Uhr

"Sebastian Fitzek wurde das letzten Mal lebend gesehen..."

Der weltweit gefeierte Grusel-thriller „Es“ von Stephen King kommt heute in die Kinos und dürfte so manchem Zuschauer Alpträume bescheren. Dass es auch vermeintlich hartgesottenen Thrillerautoren manchmal gruselt, gestand heute Sebastian Fitzek, definitiv erfolgreichster Vertreter dieses Genres in Deutschland.

"Sebastian Fitzek wurde das letzten Mal lebend gesehen..."
Foto: SWR/FinePic/H.Henkensiefken

Im SWR3 Interview verriet der Berliner Bestsellerautor sagte, dass er einst einen Knacks vom ZDF-Quotenhit „Aktenzeichen XY“ bekommen habe und bestimmte Szenen einfach nie mehr vergessen kann.

„Aktenzeichen XY“ sorgt für Alpträume

Eine Szene aus der Fahnungssendung verfolgt Fitzek noch heute. „Ich habe diese Sendung einfach viel zu früh gesehen und ein Trauma erlitten. Und immer, wenn ich als kleiner Junge im Herbst zu später Stunde im Dunkeln an einem Parkplatz vorbei geradelt bin, dann dachte ich, ich werde entführt. Ich hatte schon diese sonore Off-Stimme im Hinterkopf, die dann sagte: ‚Sebastian F. wurde das letzte Mal lebend gesehen Kreuzung Habicht Ecke Maikäferpfad‘ und dann bin ich ganz ganz ganz schnell weitergefahren“.

"Sebastian Fitzek wurde das letzten Mal lebend gesehen..."
Eine Szene aus „Es“. Foto: Warner Bros.

Der 45-Jährige Thriller-König, der einst bei Berliner Radiosendern Karriere machte, hat auch eine Erklärung, warum manches besonders Angst macht: „Eine perfekte Gruselszene muss auf jeden Fall nachvollziehbar sein. Wenn sie einen Anker in der Realität hat, dann ist das eben ganz perfide.“

Die gruseligsten Szenen sind nie die brutalsten

Die gruseligsten Szenen müssten seiner Meinung nach gar nicht die gewalttätigsten Szenen sein. „Jemand hat mir mal gesagt, der schlimmste Moment, den er sich vorstellen kann, ist, dass er alleine zu Hause ist und unten im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzt und oben im ersten Stock geht die Klospülung. Das ist etwas, das wir nachvollziehen können.“

Insofern dürfte im Stephen-King-Remake (siehe Trailer) wohl auch schon jene Szenen für Herzflattern sorgen, bei denen einfach nur ein roter Luftballon zu sehen ist… Denn dann ist das Unheil ja nicht mehr fern…

Sebastian Fitzek: Seine 10 erfolgreichsten Krimis

Die Therapie. (2006)
Amokspiel (2007)
Das Kind (2008)
Splitter (2009)
Abgeschnitten (mit Michael Tsokos)
Der Nachtwandler (2013)
Noah (2013)
Passagier 23.(2014)
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