Dienstag, 03. Oktober 2017, 18:55 Uhr

Gewinnspiel: Alex Christensen ist mit einem fetten Sound zurück

Alex Christensen, DJ erster Stunde, war tonangebender Mitinitiator der Techno-Dance- und Eurodance-Bewegung. Er ließ erst Deutschland, dann Europa und schließlich die halbe Welt tanzen. Beinahe im Alleingang.

Gewinnspiel: Alex Christensen ist mit einem fetten Sound zurück
Foto: Warner Music

Ritmo de la noche, der Sommerhit des Jahres 1990 stammte aus seiner Feder. Danach ging es für den selbsternannten Musikverrückten aus Hamburg Schlag auf Schlag: Die erste Goldene für Ritmo, endlos Anfragen für Produktions-Jobs, jeder Club wollte den DJ von der Elbe als Garant für volle Häuser buchen.

Durchbruch mit Kinohit „Das Boot“

1991 zündete er schließlich einen Knaller ungeahnten Ausmaßes: „Das Boot“ von U96 hielt sich geschlagene 13 Wochen auf Platz 1 der deutschen Singles-Charts, sorgte europaweit für Furore und ebnete der sich gerade ausbreitenden Techno-Szene eigenhändig den Weg in den Mainstream.

Alex Christensen wurde allgegenwärtig: BRAVO-Titelbild, Gastrollen in Hollywood-Filmen und in der Marienhof-Serie – das volle Programm. Was zunächst keiner ahnte, ist heute Gewissheit. Der Name Alex Christensen ist zu einem der wenigen beständigen Brandings der internationalen Musikszene geworden.

Die Liste seiner Credits liest sich so lang wie beeindruckend. Er arbeitete mit Udo Lindenberg, Helene Fischer, Söhne Mannheims, Tom Jones, Paul Anka, Sarah Brightman, Mark Wahlberg aka Marky Mark, er saß bei Popstars in der Jury, feierte immer wieder mit eigenen Songs Riesenerfolge (Du hast den schönsten Arsch der Welt) und blieb dabei immer einer, der sich am liebsten hinter den Kulissen verortete. Spricht man heute mit ihm, bezeichnet er sich als „Familienmensch und Musikbesessener, der es nicht sein lassen kann und sich immer wieder selbst herausfordert, neue musikalische Abenteuer auszuprobieren“.

Gewinnspiel: Alex Christensen ist mit einem fetten Sound zurück
Foto: Warner Music

Neues Album wird orchestral

Mit „Classical 90s Dance“ schließt sich für den zurückhaltenden Hanseaten ein Kreis, wie er sagt. ‚Das Boot‘ war ja ursprünglich eine klassische Streichernummer, hinter der man heute Hollywoods-Soundkönig Hans Zimmer vermuten würde. „Aber als wir das Stück 1991 mit U96 aufnahmen, hatte ich weder das Know-How noch die Möglichkeiten, mit Streichern aufzunehmen“, so Christensen.

„Dass ich orchestrale Musik jetzt während der Aufnahmen zu Classical 90s Dance mit meinen Dance-Wurzeln verbinden konnte, macht meine komplette Arbeit rund. Endlich kann man verstehen, warum sich der Christensen zehn Jahre lang mit Orchestermusik beschäftigte.“

Eigens für dieses neue Album rief Alex Christensen das 49-köpfige Berlin Orchestra ins Leben, eine Zusammenkunft der besten Orchestermusiker der Hauptstadt. Und er engagierte ausschließlich blutjunge Sängerinnen. Der Plan: Eine Auswahl der besten Techno-Dance-Tracks der 90er-Jahre mit modernem Verständnis wiederzubeleben.

Jede Menge Hits in neuem Sound

„Rhythm Is A Dancer“, „Sonic Empire“, „Nessaja“ in der Scooter-Version, „What Is Love“, „Redemption“ und „Children“ sind in den neuen Classical 90s Dance-Versionen anders zu entdecken und zu genießen. Immer noch tanzbar, aber bei weitem nicht mehr vordergründig zum Tanzen arrangiert. ‚The Rise/ No Limit‘ spielt sogar mit opulenten Wagner-Bezügen und kennt somit erst recht keine Limits mehr. „Als ich die Songs für das Album auswählte, stand mir natürlich ein Berg an Material zur Verfügung“, erinnert sich Alex Christensen.

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Foto: Warner Music

„Etliches schaffte es aber nicht bis zur finale Entscheidung, weil es mich schlicht nicht berührte. Aber alle Songs, die es aufs Album geschafft haben, haben großen emotionalen Wert. Classical 90s Dance könnte einen Untertitel tragen, wenn er nicht so lang wäre: Die Evolution von Dance-Tracks zu Songs, deren emotionaler Gehalt unbedingt berührt.“

Das neue Album “Classical 90s Dance“ von Alex Christensen & The Berlin Orchestra erscheint am 6. Oktober 2017!

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Foto: Warner Music