Dienstag, 03. Oktober 2017, 14:06 Uhr

Thomas Gottschalk, Twitter und die Lizenz zum Blödeln

An seinem ersten Shitstorm arbeitet TV-Legende Thomas Gottschalk noch, der seit einigen Monaten voller Lust und Leidenschaft twittert. Inzwischen hat der 67-jährige schon über 50.000 Follower und es scheint im Spaß zu bereiten.

Thomas Gottschalk, Twitter und die Lizenz zum Blödeln
Gottschalk bei der Aufzeichnung zur ‚Nena‘-Show. Foto: Becher/WENN.com

Die Fernseh-Ikone hat bislang noch keinen seiner Tweets bereut. „Der erste Shitstorm steht noch aus. Ich arbeite dran“, sagte der 67-jährige Moderator dem Branchendienst „DWDL.de“. Twitter sei für ihn „keine Klagemauer oder Beschwerdeabteilung, eher eine Lizenz zum Blödeln“, erklärte Gottschalk. Er schätze „vor allem diesen skurrilen Humor, der da zwischendurch immer wieder auftaucht.“ Aber auch die Chance, seine Meinung sagen zu können, ohne vorher von Journalisten redigiert zu werden“ halte er für „reizvoll“.

Gottschalk schaut immer nach, was er wert ist

Gottschalk hat den Kurznachrichtendienst erst in den vergangenen Monaten für sich entdeckt und unter dem Namen @herbstblond inzwischen fast 51.000 Follower. Jetzt schaut auch regelmäßig nach deren Reaktionen: „Die Quote war mir nie egal. Man schaut immer, was man wert ist. Das kann man gar nicht verhindern“, sagte er. „Es gibt aber auch Tage, da interessiert mich die ganze Twitterei überhaupt nicht.“

In seiner Familie gebe es übrigens keinen Protest gegen sein verstärktes Twittern: „Meine Kinder machen sich zwischendurch lustig über meine Tweets und meine Frau hat keine Ahnung, was ich da treibe“, sagte er im Interview. An den Kurznachrichten schätze er, seinem Publikum direkt seine Meinung sagen zu können. „Das hat nicht nur Trump begriffen. Im Gegensatz zu ihm twittere ich für den Weltfrieden.“ (dpa/KT)