Freitag, 06. Oktober 2017, 15:46 Uhr

Charts der Woche: Der Hip Hop hat alles fest im Griff

Die gefühlte halbe deutsche Rap-Elite lässt in den Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment, ihre Muskeln spielen.

Charts der Woche: Der Hip Hop hat alles fest im Griff
Sido und Kool Savas. Foto: Boogie

Und es ist eine beeindruckende Machtdemonstration: Während Kool Savas und Sido („Royal Bunker“) aus dem Stand die Album-Spitze erstürmen und Capital Bra („Blyat“) zusätzlich Bronze holt, setzen Kollegah und Farid Bang die „Sturmmaske Auf“ und erobern erstmals den Single-Thron.

Doch damit nicht genug: Die beiden Megastars können mit „Zieh‘ den Rucksack“ an vierter Stelle einen weiteren Track verstauen und dadurch zwei gigantische Rekorde aufstellen: Als erste deutsche HipHopper bringen sie zwei Songs gleichzeitig in der Top 5 unter, und als erste Rapper überhaupt debütieren sie mit zwei neuen Titeln unter den besten Fünf.

30 Album-Neueinsteiger!

Doch nicht nur das Rap-Genre überzeugt auf ganzer Linie: Bei sage und schreibe 30 Album-Neueinsteigern ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Pink Floyd-Legende David Gilmour sorgt mit seinem Konzert-Mitschnitt „Live At Pompeii“ an zweiter Stelle für Gänsehaut. Die Kastelruther Spatzen dürften angesichts ihrer fünften Platzierung neben „Die Tränen der Dolomiten“ auch Freudentränen vergießen; Jennifer Rostock machen das Beste aus „Worst Of Jennifer Rostock“ auf Rang sechs. Ebenfalls in der Top 10 landen Howard Carpendale („Wenn nicht wir.“, acht), Benny Andersson („Piano“, neun) und The Rolling Stones („From The Vault: Sticky Fingers Live 2015“, zehn).

Kollegah und Farid Bang mischen auch mit

Im Single-Ranking quartieren sich Post Malone feat. 21 Savage („rockstar“, zwei) und Kay One feat. Pietro Lombardi („Señorita“) zwischen den beiden Kollegah/Farid Bang-Tracks ein. Einen Höhenflug erleben Camila Cabello feat. Young Thug („Havana“), die von 21 auf neun sausen.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.