Sonntag, 08. Oktober 2017, 15:30 Uhr

Galantis über ihr neues Album und was sie mit Britneys Welthit zu tun haben

Seit nun mehr als drei Jahren mischen die Jungs von Galantis mit ihren eingängigen EDM/Pop-Songs die Charts weltweit gewaltig auf. Ihre Hits „Runaway (U & I)“ oder auch „No Money“ laufen in den Clubs und im Radioprogramm hoch und runter. klatsch-tratsch.de hat sich mit den beiden sympathischen Schweden um Talk getroffen.

Galantis über ihr neues Album und was sie mit Britneys Welthit zu tun haben
Foto: Katharina Naess

Euer neues Album „The Aviary“ ist auf den Markt gekommen …
Linus: Ja, wir haben jetzt fast drei Jahre daran gearbeitet und es mit der Welt zu teilen ist für uns eine große Sache. Es war eine spannende Reise für uns, als wir damals vor über zwei Jahren unser erstes Album „Pharmacy“ rausgebracht haben und nicht wussten, wie unsere Musik ankommen wird. Dieses Mal wissen wir, dass es Menschen gibt, die auf unsere Musik warten. Das war so die größte Inspiration für uns. Natürlich auch das Touren, das wir seit fast drei Jahren machen. Das Album ist quasi unterwegs entstanden.

Euer verrücktester Tourmoment?
Christian: Wir sind in der Nightlife-Industrie und da ist eigentlich fast jede Nacht verrückt. Die Freaks kommen nachts raus (lacht)

Remix für Selena Gomez

Ihr habt jetzt kürzlich den offiziellen Remix zu Selena Gomez‘ „Fetish“ rausgebracht. Wie kam es dazu?
Christian: Sie und ihr Team haben uns angesprochen. Ursprünglich hatten sie für einen anderen Song angefragt, den wir auch gerne umgesetzt hätten, allerdings konnten wir daraus keinen Galantis-Song machen. Wir haben gehofft, dass sie uns dann ein weiteres Mal ansprechen. Als die fragten ob wir „Fetish“ machen könnten, meinten wir nur „Hell Yeah!“ Es hat dann richtig geflutscht. Ich mag den Song wirklich sehr und die Arbeit daran ging uns leicht von der Hand.

Nach welchen Kriterien wählt ihr Songs die ihr remixt? Ihr bekommt ja sicher unglaublich viele Anfragen.
Linus: Da gibt’s echt viele Kriterien, aber es ist auch schwer die so zu benennen. Das Gefühl beim Hören muss einfach stimmen. Es muss beim ersten Hören sofort ‚klick‘ machen. Manchmal spürt man schon, dass es passt. Allerdings weiß man nicht auf Anhieb was man damit machen soll. Meistens entwickelt es sich in die richtige Richtung. Allerdings gibt’s auch Songs, da passt die Chemie einfach nicht zusammen und da muss man dann auch ehrlich sein.

Galantis über ihr neues Album und was sie mit Britneys Welthit zu tun haben
Foto: Jimmy Fontaine

20 Songs für Britney Spears

Christian, du hast ja den Song „Toxic“ von Britney Spears geschrieben. Darauf wirst du sicher die ganze Zeit angesprochen. Nerven dich Fragen dazu schon?
Christian: Eigentlich fragen danach gar nicht so viele Leute, obwohl ich für Britney mehr als 20 Songs geschrieben habe. Ich werde eher nach „Runaway“ und den Start von Galantis befragt.

Linus: Ich glaube, die meisten Leute haben gar nicht auf dem Schirm, dass wir beide schon seit zwanzig Jahren in der Industrie arbeiten und Songs schreiben und produzieren. Es ist eigentlich auch egal. Galantis ist vor allem wegen den Dingen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, hier. Das Vergangene hat uns dazu gemacht, was wir heute sind. Die Geburt von Galantis war tatsächlich die Geburt von diesem Projekt. Wir haben tatsächlich ganz unten angefangen und Shows vor Leuten gespielt, die keinen blassen Schimmer hatten wer wir eigentlich sind. Wir haben über 100 solcher Auftritte gespielt, um heute mit Galantis da zu stehen, wo wir heute sind.

Ihr verbringt unglaublich viel Zeit zusammen. Worüber streitet ihr am meisten?
Christian: Essen! Was wir essen und wann. Linus will nämlich ständig essen, am besten scharf und doppelte Portionen.
Linus: Worüber wir uns immer einigen können ist Essen aus Kolumbien. Das ist immer sehr geil und geht immer.

Christian: Er isst mein Essen meist noch immer mit. (lacht)
Linus: Wir streiten uns aber eigentlich kaum. Man lernt irgendwann den anderen mit seinen Macken zu nehmen und auch wann man eine Person einfach Mal machen lässt.

Wer von euch beiden Stimmungskanonen ist das größere Partyanimal?
Linus: Ich glaube, das wechselt regelmäßig. Du kannst das ja selber: Nachdem man zu hart feiern war sagt man sich gerne: „Ich feiere nie wieder!“ Ein paar Nächte später hat man das aber wieder vergessen und die Party geht weiter. (Lacht)

Stalker können gruselig sein

Was war denn die schlechteste Entscheidung, die ihr auf einer Party getroffen habt?
Linus: Das kann ich nicht sagen (lacht)

Dann verrate mir mal eure schrägste Fansituation?
Linus: Es gab Mal eine Person, die sich wegen ihrer Besessenheit zu Galantis hat scheiden lassen.

Ach ehrlich?
Linus: Sie hat sich von Marshmello (Anmerkung der Redaktion: Ein anderer Trap/EDM-DJ) scheiden lassen. (Lacht) Nein, Spaß. Es gibt manchmal ein paar Stalker die etwas gruselig sein können.
Christian: Das soll jetzt auch nichts gegen Stalker sein. Macht ruhig weiter … (lacht)

Galantis über ihr neues Album und was sie mit Britneys Welthit zu tun haben
Foto.: Warner Music

Wer war die krasseste Person, die ihr durch Galantis Kennengelernt habt?
Linus: Auf Tour triffst du immer Fans, aber auch spannende Leute aus der Musikindustrie. Sehr hartarbeitende Menschen. Beispielsweise Diplo ist so ein Fall. Es ist unglaublich wie hart er arbeitet und wieviel Musik er rausbringt. Es ist jedes Mal eine Inspiration ihn zu sehen und dieses Arbeitspensum ist beeindruckend. Ich weiß noch als ich das erste Mal im Studio war habe ich ein Bild von dir (Christian) und Quincy Jones gesehen. Da kam raus, dass du schon mit 18 mit ihm zusammengearbeitet hast und das hat mich echt beeindruckt, weil ich damals all seine Sachen gehört habe.
Christian: Quincy hat auch hart gearbeitet. (lacht) er Hat ein paar Grammys Zuhause.
Welche fünf Worte würden definitiv in einen Song über eure letzte Woche reinkommen?

Linus: Insomnia. Der Song würde „Long Hall insomnia“ heißen. Es müsste in den Kellergewölben vom Berghain spielen. Da waren wir aber noch nicht

Christian: Aber da wird er enden. (Lacht)