Montag, 09. Oktober 2017, 22:18 Uhr

Kraftklub: War's das mit den Besäufnissen?

Kraftklub haben kapituliert – zumindest vor Kühlschränken voller alkoholischer Gratis-Getränke. „Wir saufen weniger“, räumte der Sänger des mehrfach preisgekrönten sächsischen Quintetts, Felix Brummer, im Interview von „Zeit Campus“ ein.

Kraftklub: War's das mit den Besäufnissen?
Foto: Philipp Glasdome

„Am Anfang sind wir irgendwo hingefahren ?und waren die Klischee-Ossi-Kids: „Da ist ein voller Kühlschrank! Wenn wir gehen, muss der leer ?sein!“ Und dann haben wir festgestellt: Überall, wo wir hinkommen, sind volle Kühlschränke.“ Es sei aber „unmöglich, alle Kühlschränke der Welt leer zu trinken“, sagte Brummer. „Dabei haben wir das wirklich versucht ?in den ersten Jahren.“

Kraftklub müssen sich nicht in alles einmischen

Obwohl die neue Platte auf die Polit-Rocker Ton Steine Scherben („Keine Macht für Niemand“) anspielt, sehen sich die Kraftklub-Jungs nicht als explizit politische Band: „Ich glaube, jede Generation hat ihre Krisen und Probleme, an denen sie sich abarbeiten muss“, sagte Brummer dem Hochschulmagazin der Wochenzeitung „Die Zeit“.

„Bei unseren Eltern war es der Kalte Krieg. Bei uns sind es Brexit, Trump und Erdogan. Mir wird manchmal mulmig, trotzdem glauben wir nicht, dass die ?Welt ein Kraftklub-Statement dazu braucht.“

Kraftklub wurden 2010 gegründet, die Band aus Chemnitz spielt eine Mischung aus Indierock, Pop-Punk und Rap. Die Studioalben „K“ (2012), „In Schwarz“ (2014) und „Keine Nacht für Niemand“ (2017) landeten allesamt auf Platz 1 der deutschen Charts. (dpa/KT)