Mittwoch, 11. Oktober 2017, 16:03 Uhr

Lindsay Lohan hat Mitleid mit Harvey Weinstein

Lindsay Lohan ergreift Partei für Harvey Weinstein, nachdem der beschuldigt wurde, Frauen belästigt zu haben. Die 31-Jährige glaubt, dass es nicht richtig ist, was mit ihm geschieht.

Lindsay Lohan hat Mitleid mit Harvey Weinstein
Foto: Sean Thorton/WENN.com

In ihrer Instagram-Story verkündet sie: „Hi, hier ist Lindsay Lohan. Ich bin in Dubai und ich bin zu Hause. Mir tut Harvey Weinstein sehr leid und ich denke, es ist nicht richtig, was momentan mit ihm geschieht.“ In einem weiteren Clip appelliert sie an Weinsteins Frau Georgina Chapman, die ihn nun nach zehn Jahren Ehe aufgrund der Vorfälle verlassen will, für ihren Mann da zu sein.

Die Blondine erklärt: „Ich denke, Georgina sollte an der Seite ihres Mannes stehen und für ihn da sein. Er hat mich nie belästigt oder irgendetwas Falsches getan. Wir haben einige Filme zusammen gemacht und ich denke, alle sollten damit aufhören. Ich glaube, dass [die Anschuldigungen] falsch sind.“

Donna Karan macht eigenes Geschlecht verantwortlich

Beide Clips sind mittlerweile gelöscht. Weinstein war 2013 der Produzent von Lindsays Film ‚Scary Movie 5‘, in dem sie sich selbst spielt, und für ihren Streifen ‚Bobby‘, der sich mit Robert F. Kennedy beschäftigt, gebührt ihm sogar ein „besonderer Dank.“ Die Schauspielerin ist nicht die einzige, die sich für den Produzenten einsetzt. Die Fashiondesignerin Donna Karan vertritt die Ansicht, dass die Kleidung einiger Frauen geradezu nach solchem Benehmen schreit. Mittlerweile gab sie jedoch zu, dass diese Aussage aus dem Kontext gerissen sei und entschuldigte sich bei allein, die sie damit verletzt hätte.

Doch auch Schauspielerin Elizabeth Hurley kann die Vorwürfe nicht bestätigen. Sie erzählt: „Ich kenne Harvey seit 22 Jahren und kann nur sagen, dass er niemals gefragt hat, ob ich ihn massieren könnte. Doch wenn er diese Dinge wirklich getan hat, dann tut es mir Leid für all diese Frauen.“ Mittlerweile haben sich aber auch etliche Stars gegen den 65-Jährigen ausgesprochen, unter anderem Kate Winslet und Meryl Streep.

Heather Graham packt aus

„Hangover“-Star Heather Graham erzählte der „Variety“allerdings  von unangenehmen Avancen Weinsteins. In den frühen Nullerjahren habe er ihr zunächst gesagt, dass er sie in einem Film unterbringen wolle. Später habe er dann von einer Vereinbarung mit seiner Frau erzählt, dass er mit jedem schlafen könne, wenn er aus der Stadt sei. „Er hat es zwar nicht explizit gesagt, dass ich mit ihm schlafen muss um in einen seiner Filme zu kommen. Aber der Subtext war da.“ Später habe sie ein Treffen mit Weinstein in einem Hotelzimmer abgesagt.

Zuvor waren bereits Weggefährten wie Meryl Streep, George Clooney, Lena Dunham, Judi Dench, Kate Winslet, Mark Ruffalo und Christian Slater auf Distanz zu Weinstein gegangen, ebenso die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton, die von Weinstein in früheren Wahlkämpfen unterstützt wurde. (Bang/dpa)