Donnerstag, 12. Oktober 2017, 8:52 Uhr

Tokio Hotel und das Problem "Comeback"

Tokio Hotel finden, dass Comebacks in Deutschland nicht besonders gern gesehen werden. Die Band aus Magdeburg, die 2005 mit ihrem Hit ‚Durch den Monsun‘ ihren ganz großen Durchbruch feierte, meldete sich 2014 nach einer vierjährigen Pause mit einem neuen Album zurück.

Tokio Hotel und das Problem "Comeback"
Foto: WENN.com

Der musikalische Imagewandel und auch das Comeback an sich kamen aber nicht bei allen gut an. „Das ist schon ein deutsches Ding. In Amerika zum Beispiel mögen die total gerne Combacks. Das finden die total geil. In Deutschland nicht so, hab ich das Gefühl. In Deutschland ist es so: Du bist am Boden, bleib bitte da!“, erzählt Gitarrist und Produzent Tom Kaulitz lachend im Bandinterview mit ‚hollywoodtramp.com‘.

Bill und Tom Kaulitz sind typisch deutsch

Mit einem Imagewandel haben amerikanische Stars es also scheinbar leichter als deutsche. „Die Deutschen mögen – glaube ich –
Veränderungen auch nicht so richtig. Es ist ja meistens so: Man lernt irgendetwas und hält dann daran fest. Das ist schon so ein deutsches Ding“, erklärt auch Sänger Bill Kaulitz. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Tom ist er 2010 nach Los Angeles gezogen, um dem Mega-Hype zu entkommen.

Trotzdem sehen sich die Zwillinge noch immer als typisch deutsch an. „Wir sind auch sehr deutsch. Ich bin überpünktlich, hab noch nie einen Flug verpasst“, so Bill. „Also sehr zuverlässig und strukturiert, aber das finden die in Amerika an Deutschen auch total geil. Da sitzen in allen großen Führungspositionen eigentlich immer Deutsche, weil man mit denen so gut arbeiten kann.“

Bill und Tom Kaulitz werden am 21. Oktober gemeinsam mit Designer Wolfgang Joop Gäste sein beim Start der neuen Staffel von ‚Ina’s Nacht‘ am 23.55 Uhr im Ersten. Gastgeberin Ina Müller begrüßt im Schellfischposten in Hamburg in dieser Sendung auch die musikalischen Gäste First Aid Kit und Anderson.

Tokio Hotel und das Problem "Comeback"
Foto: NDR/Morris Mac Matzen