Freitag, 13. Oktober 2017, 14:47 Uhr

Fall Weinstein: Quentin Tarantino bricht sein Schweigen

Quentin Tarantino hat sich zum Fall Harvey Weinstein geäußert. Für den Filmemacher äußerst prekär, denn er arbeitet seit 25 Jahren mit dem Filmproduzenten zusammen und ist eng mit ihm befreundet.

Fall Weinstein: Quentin Tarantino bricht sein Schweigen
Tarantino mit Reghe-Kollegin Sofia Coppola. Foto: FayesVision/WENN.com

Im Namen Tarantinos postete die Schauspielerin Amber Tamblyn am Donnerstag (12. Oktober) folgende Nachricht bei Twitter: „In den letzten Wochen war ich bestürzt und todunglücklich über die Enthüllungen, die über meinen Freund Harvey Weinstein ans Licht kamen, mit dem ich seit 25 Jahren befreundet bin. Ich brauche ein paar mehr Tage, um meinen Schmerz, meine Emotionen, meinen Ärger und meine Erinnerungen zu verarbeiten und dann werde ich öffentlich darüber sprechen.“

Immer mehr Frauen kommen aus der Deckung

Der Regisseur war mit der Schauspielerin zu einem Dinner verabredet und bat sie angeblich währenddessen darum, die Nachricht zu verbreiten. Die Weinstein Company produzierte alle Filme des erfolgreichen Regisseurs und war maßgeblich an seinem Erfolg beteiligt. Zuletzt schmiss Weinstein im September eine Verlobungsparty für Tarantino.

Mittlerweile werfen drei Dutzend Frauen dem Filmproduzenten vor, sie missbraucht zu haben. Tamblyn selbst hatte vor Kurzem den Schauspieler James Woods über Twitter beschuldigt, sie als 16-Jährige angegraben zu haben. Auch sie kündigte neben anderen Hollywood-Größen an, Twitter zu boykottieren, nachdem der Account der Schauspielerin Rose McGowan außer Kraft gesetzt wurde.