Freitag, 13. Oktober 2017, 12:51 Uhr

Heidi Klum und der Fall Harvey Weinstein

Heidi Klum zollt ihren Tribut an die Frauen, die sich gegen Harvey Weinstein ausgesprochen haben. Die 44-Jährige ist beeindruckt, dass Frauen wie Ashley Judd, Rose McGowan, Kate Beckinsale und Cara Delevingne sich so mutig zu den sexuellen Belästigungen durch den Produzenten äußern.

Heidi Klum und der Fall Harvey Weinstein
Foto: Judy Eddy/WENN.com

Doch glaubt sie auch, dass solche Fälle nicht selten sind. Dem ‚People‘-Magazin erzählt das Model: „Ich wünschte, ich könnte sagen, dass die schrecklichen Geschichten, die ich über Harvey Weinstein lese, eine seltene Erscheinung in unserer Gesellschaft sind, aber das ist einfach nicht der Fall. Wir wären naiv, wenn wir glauben würden, dass so was nur in Hollywood passiert. Ich bewundere die Frauen, die sich trauen, ihre Geschichten zu erzählen, denn Veränderung kann nur durch den Dialog entstehen.“

Es gibt wenige Frauen, die nicht belästigt werden

Die ‚Germanys Next Topmodel‘-Jurorin räumt ein, dass sie sich im Laufe ihrer Karriere schlecht behandelt und belästigt gefühlt habe und dass jede Frau auf der ganzen Welt irgendwann mal von einem Mann misshandelt worden sei: „Dies hier ist nur ein Beispiel von so vielen Fällen auf der ganzen Welt, in denen Männer Frauen misshandeln. Ich glaube, es ist schwer, eine Frau zu finden, die sich noch nicht durch einen Mann aufgrund seiner Macht, Position oder physischer Statur belästigt gefühlt hat.“

Weinsteins Firma, The Weinstein Company, hatte Heidis amerikanische TV-Show ‚Project Runway‘ seit 2012 co-produziert, wurde angesichts der Vorkommnisse aber nun gekündigt. Stattdessen wird nun Weinsteins Exfrau Georgina Chapman als Gastjurorin in der Show erscheinen. Der Produzent selbst soll sich mittlerweile in Arizona in eine Rehabilitationsklinik begeben haben.