Sonntag, 15. Oktober 2017, 13:36 Uhr

Conchita Wurst: "Man darf nicht vergessen, dass ich sonst nichts kann"

In die Schule nimmt man normalerweise ja seine Schultasche, seinen Turnbeutel und sein Pausenbrot mit. Bei Conchita Wurst war das ein bisschen anders.

Conchita Wurst: "Man darf nicht vergessen, dass ich sonst nichts kann"
Foto: Schultz-Coulon/WENN.com

Travestie-Star und Frauspielerin Conchita Wurst (28) hat als Kind Blumen und ein Tischtuch in die Schule mitgenommen. Dass verriet sie heute im interview mit dem Radiosender Hit Radio FFH in Bad Vilbel. „Ich habe doch keine Zeit, an einem nicht gedeckten Tisch zu sitzen. Ich hatte ein Tischtuch, ich hatte eine Uhr, und ich hatte Blumen, das volle Programm“. Die Schule sei ein Arbeitsplatz gewesen, „da wollte ich mich wohlfühlen“.

Mit dem Kleid in den  Kindergarten

Die Gewinnerin des Eurovision Song Contests 2014, hinter der der Österreicher Thomas Neuwirth steht, war nach eigenen Worten früh auf eine Weltstar-Rolle ausgerichtet: „Das klingt wahnsinnig arrogant, aber man darf nicht vergessen, dass ich sonst nichts kann.“ Auch in den Kindergarten ging Conchita Wurst durchaus mal im Kleid. Ihre Mutter habe sie dazu zwar nicht ermutigt: „Aber was sie getan hat, war sehr viel wichtiger. Sie hat es mir nicht verboten. Ich durfte sein, wer ich sein wollte.“

Zuletzt erzählte die Sängerin im Gespräch mit der ‚Morgenpost‘, dass sie sich nach dem ESC-Erfolg auch mit ihrer Meinung durchsetzen musste und heute nicht mehr jedem gefallen will: „Ich merke, dass ich meinem Bauchgefühl folgen muss. Das habe ich mich lange nicht getraut, weil ich allen gefallen wollte. Ich muss lernen, dass es Menschen geben wird, die sagen: ‚Mit Conchita war es anstrengend. Die ist ja voller Befindlichkeiten'“. (dpa/KT)